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REDE VON BÜRGERMEISTER UND SENATOR WOLF ZUM SAP-RICHTFEST: BERLIN, MODELLSTADT FÜR NEUE MEDIEN

Pressemitteilung vom 07.08.2003

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Sperrfrist: 7. August, 13:00 Uhr. Es gilt das gesprochene Wort!

Berlins Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen Harald Wolf sprach heute auf dem Richtfest für die „Rosenthaler Höfe“, die als Hauptstadtrepräsentanz des Software-Unternehmens SAP gebaut werden. Dabei sagte er unter anderem:

„Die „Rosenthaler Höfe“ sind mehr als nur ein weiteres Bürohaus in Berlin. Hier, mitten in der quirligen Spandauer Vorstadt, bekennt sich ein Weltkonzern zum Wirtschafts- und Innovationsstandort Berlin. Mit Ihrer strategischen Entscheidung, SAP in der Bundeshauptstadt zu etablieren und damit aktiv an der Neuausrichtung des Standortprofils mitzuwirken, haben Sie ein deutliches und wichtiges Zeichen auch für andere Unternehmen gesetzt.

Aber Sie engagieren sich hier durchaus auch aus Eigennutz. Denn in keiner anderen Stadt Deutschlands wächst die IT-Branche so dynamisch wie in Berlin. Mit rund 10.400 Unternehmen, 12 Mrd. Euro Umsatz sowie 135.000 Beschäftigten hat sich Berlin zu einem der wichtigsten Standorte in Deutschland entwickelt. Der Bereich Datenverarbeitungsdienste und Softwareentwicklung gehört mit über 2.800 Unternehmen und etwa 19.000 Erwerbstätigen mittlerweile zu den größten Sektoren der Medien- und Kommunikationswirtschaft bzw. der Berliner Dienstleistungsbranche generell.

Das Wachstum dieser Branche ist deutlich schneller als in allen anderen vergleichbaren Städten. Selbst im Jahr Jahre 2001, dem Beginn der Krise in der Medien- und IT-Branche, konnte Berlin dazugewinnen. Gerade für den IT-Sektor bietet Berlin beste Voraussetzungen: attraktive Mietpreise, hoch qualifizierte, hoch motivierte und flexible Fachkräfte, sowie eine moderne Infrastruktur für Internet und Telekommunikation.

Berlin ist Modellstadt und Testlabor für Medien und Kommunikation, bietet beste Rahmenbedingungen für die Erprobung neuer Entwicklungen, Verfahren und Inhalte. Hier lässt sich aufzeigen, wie Wirtschaft und Gesellschaft auf neue Technologien reagieren. Hierher kommen Kreative aus aller Welt, die mit ihren Ideen neue Inhalte und Anwendungen für neue Kommunikationstechnologien entwickeln.

Die Akzeptanz für die neuen Medien wie Internet und Mobilkommunikation sind in Berlin besonders ausgeprägt. Rund 92 % der Bevölkerung sind inzwischen mobil erreichbar und über 54 % der Berliner haben Zugang zum Internet. Auch die Berliner Wirtschaft hat sich das Internet nutzbar gemacht: 99 % der Unternehmen haben Internetzugang, ca. 94 % sind mit einer eigenen Homepage vertreten und etwa 2/3 der Berliner Unternehmen bieten bereits Leistungen über das Internet an.

Berlin ist als Regierungssitz und Brücke nach Osteuropa für ein Unternehmen wie SAP besonders attraktiv. Die Osterweiterung der EU steht unmittelbar bevor. Hier sind Sie nicht nur geografisch nah dran am Geschehen. Hier finden Sie auch Arbeitskräfte, die Mentalität und Sprache von West wie Ost bestens kennen, sowie bereits bestehende Kooperationsstrukturen und -Beziehungen mit vielen osteuropäischen Staaten.

Die Profilierung Berlins zu einem erstklassigen IT-Standort, der überregional und international anerkannt wird, ist eine Aufgabe, die von der Politik alleine nicht zu bewältigen sein wird. Wir sind auf die Mitarbeit der Unternehmen und der Verbände angewiesen. Lassen Sie uns an diesem Ziel im wohlverstandenen Interesse aller Beteiligten gemeinsam arbeiten!“

Rückfragen:
Christoph Lang
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E-Mail: christoph.lang @senwiarbfrau.verwalt-berlin.de