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VERLAGSGRUPPE ECON ULLSTEIN LIST KOMMT NACH BERLIN: EIN POSITIVES SIGNAL FÜR DEN VERLAGSSTANDORT BERLIN

Pressemitteilung vom 15.12.2003

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen begrüßt die Entscheidung der Verlagsgruppe Econ Ullstein List, nach Berlin zu kommen.

Die Verlagsgruppe will nach entsprechenden Umbaumaßnahmen ein ehemaliges Schulgebäude in der Friedrichstraße beziehen. Damit kehrt der 1903 in Berlin gegründete traditionsreiche Ullstein Buchverlag wieder zu seinen Wurzeln zurück. Möglich wird dies, nachdem der bisherige Eigentümer, Random House, das Unternehmen im Oktober an den schwedischen Medienkonzern Bonnier verkauft hat. Die Mitarbeiterzahl von 100 Beschäftigten soll auch in Berlin weitergeführt werden.

Diese Entscheidung ist für den Verlagsstandort Berlin besonders wichtig. Gerade den Unternehmen der Medien- und Kommunikationsbranche wird in Berlin eine große wirtschaftspolitische Bedeutung beigemessen, unterstützen sie doch den Strukturwandel hin zur Informations- und Dienstleistungsgesellschaft.

Der Verlag mit dem Zeichen der Eule hat eine wechselvolle Geschichte. Unter dem Dach des von der Familie Ullstein geführten Berliner Zeitungs- und Zeitschriftenunternehmens wurde 1903 der Ullstein Buchverlag gegründet. Nachdem die Nationalsozialisten die Familie Ullstein zwangsenteignet und den Verlag unter dem Namen „Deutscher Verlag“ weitergeführt hatten, wurde das Unternehmen 1952 an die Familie Ullstein zurückgegeben. 1959 wurde der Verlag Ullstein GmbH gegründet und ein Jahr später vom Zeitungsverleger Axel Springer erworben. Nach der Übernahme des Münchner Verlagshauses Goethestraße mit den Buchverlagen List, Claassen, Econ, Marion von Schroeder, Südwest, Bucher Econ und List Taschenbuch 1998 durch den Axel Springer Verlag, wurde sowohl die Münchener als auch die Berliner Verlagsgruppe neu strukturiert. Teile des Berliner Hauses wurden daraufhin nach München verlagert. Zum 1. Januar 2003 wurde die Verlagsgruppe Ullstein Heyne List erst an Random House verkauft und aufgrund kartellrechtlicher Bedenken im Oktober ohne den Heyne Verlag an Bonnier weiterveräußert.

Zu der Verlagsgruppe Econ Ullstein List gehören außerdem die Verlage Claassen, Propyläen, und Marion von Schroeder. Der 1804 gegründete schwedische Medienkonzern Bonnier hat seinen Hauptsitz in Stockholm. Zum Unternehmen gehören mehr als 200 Firmen in 20 Ländern, darunter in Deutschland: Ars Edition, Carlsen, Thienemann und Piper Verlag.

Rückfragen:
Chistoph Lang
Telefon: 9013-7418
E-Mail: christoph.lang@senwiarbfrau.verwalt-berlin.de