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STANDORTPLANUNG FÜR FHTW BESCHLOSSEN

Pressemitteilung vom 18.03.2003

Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur teilt mit:

Der Senat hat heute auf Vorlage von Wissenschaftssenator Dr. Thomas Flierl die Standortplanung für den Ausbau der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW) in Oberschöneweide beschlossen. Damit wird ein Projekt auf den Weg gebracht, dass seit Jahren der politischen Entscheidung harrt.

Notwendig sind die beiden Ausbaustufen aufgrund von Flächenmangel und akutem Sanierungsbedarf vor allem am bisherigen Hauptstandtort der FHTW in Karlshorst. Ziel ist es ferner, die räumliche Zersplitterung der FHTW von fünf auf zunächst vier Standorte in Karlshorst, Oberschöneweide, Blankenburg und am Warschauer Platz zu begrenzen.

Beide Bauabschnitte können in sanierten Gebäuden des ehemaligen KWO-Geländes verwirklicht werden. In Oberschöneweide wird der FHTW-Campus in ein Gewerbezentrum eingebettet, zu dem u.a. das Technologie- und Gründerzentrum Spreeknie (TGS) gehört.

In der ersten Ausbaustufe (von 2005 – 2007) sollen Kombinationsstudiengänge wie Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftskommunikation, Wirtschaftsmathematik und Wirt-schaftsingenieurwesen (Wirtschaftswissenschaften II) von ihrem bisherigen Standort in Karlshorst nach Schöneweide verlagert werden. Damit stehen in Karlshorst zusätzliche 5.000 Quadratmeter für die klassischen BWL-Studiengänge (Wirtschaftswissenschaften I) zur Verfügung.

Mit dem zweiten Bauabschnitt (2007-2010) ziehen die Ingenieurwissenschaften von ihren bisherigen Standorten am Ostkreuz und in der Allee der Kosmonauten nach Schöneweide um. Diese beiden Standorte werden aufgegeben.

Insgesamt soll sich die Fläche der FHTW von jetzt 68.000 auf 84.700 Quadratmeter vergrößern. Damit wird die Voraussetzung geschaffen, dass sich die in den laufenden Hochschulverträgen festgelegte Studentenzahl von 7.900 im Zuge der stärkeren Gewichtung von Fachhochschulausbildung auf 9.400 erhöhen kann.

Die Gesamtkosten für beide Bauabschnitte belaufen sich auf ca. 125 Millionen Euro, davon sind 96,5 Millionen Euro reine Baukosten. Finanziert wird das Vorhaben aus Investitionsmitteln des Landes Berlin, Bundesmitteln der Hochschulbauförderung und durch Grundstücksverkäufe.

Über die weitere Realisierung des Gesamtkonzeptes, insbesondere über die Frage eines Zentralcampus der FHTW an einem (oder zwei) Standort(en) wird nach Abschluss des zweiten Bauabschnittes zu entscheiden sein.

Senator Flierl begrüßte den Beschluss des Senates nicht nur aus hochschulpolitischer Sicht, sondern auch aus Gründen der Stadtentwicklung und im Interesse einer engeren Verflechtung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft: „Dieses Vorhaben konnte nur in enger, ressortübergreifender Kooperation zwischen den für Wissenschaft, Stadtentwicklung, Wirtschaft und Finanzen zuständigen Senatsverwaltungen auf den Weg gebracht werden. An diesem Beispiel zeigt sich, dass dieser Senat auch unter schwierigsten Haushaltsbedingungen politische Schwerpunkte zu setzten und umzusetzen weiß, die Zukunftspotenziale für die Stadt erschließen helfen.“

Rückfragen:
Dr. Torsten Wöhlert
Telefon: 90 228 203
E-Mail: torsten.woehlert@senwfk.verwalt-berlin.de