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OPERNSTIFTUNG BESCHLOSSEN

Pressemitteilung vom 30.09.2003

Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur teilt mit:

Zum 1. Januar 2004 wird die Stiftung „Oper in Berlin“ ihre Tätigkeit aufnehmen. Eine entsprechende Gesetzesvorlage hat der Senat heute auf Vorlage des Senators für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Thomas Flierl, beschlossen.

Ziel der Opernreform ist der Erhalt von drei modernen, künstlerisch eigenständigen Opernbetrieben und einer selbständigen Ballettkompanie in Berlin. Die Stiftung übernimmt dabei die Funktion einer Holding für die drei rechtlich selbständigen künstlerischen Betriebe der Staatsoper Unter den Linden, der Deutschen Oper, der Komischen Oper, sowie für das Ballett und die Bühnenservice GmbH.

Die künstlerisch und wirtschaftlich eigenständigen Opern-Betriebe und das Ballett werden jeweils von einem Intendanten und einem kaufmännischen Geschäftsführer geleitet. Für nicht-künstlerische Aufgaben wird ein Bühnenservice-Betrieb eingerichtet, der von einem eigenen kaufmännischen Geschäftsführer geleitet wird.

Der Stiftung obliegen die wesentlichen Controlling- und Steuerungsfunktionen sowie das Dach-Marketing für „Oper in Berlin“. Der Stiftungsvorstand besteht aus dem Generaldirektor der Stiftung als Vorsitzendem sowie den Intendanten und kaufmännischen Geschäftsführern der künstlerischen Betriebe und dem Geschäftsführer des Bühnenservicebetriebes.

Die drei Opern-GmbHs übernehmen jeweils den künstlerischen Betrieb der entsprechenden Häuser. Das Ballett wird – wie alle anderen künstlerischen Ensembles auch – zuerst in die Stiftung überführt. Dort soll es – abweichend von den Opern-Betrieben – und bis zu einer endgültigen Entscheidung über die Betriebsform zunächst dem Generaldirektor unmittelbar zugeordnet sein. Auf diese Weise wird die künstlerische Eigenständigkeit des Balletts von Beginn an gesichert.

Die Stiftung wird ihre Arbeit mit einem Etat von 113,6 Mio € im Jahr 2004 beginnen. Der Landeszuschuss für „Oper in Berlin“ sinkt danach schrittweise bis zum Jahr 2009 um 33,2 Mio €. Durch die mit dem Bund verabredete Entlastungen für die Berliner Kultur von 16,4 Mio €, reduziert sich der Etat für die Stiftung Oper in Berlin jedoch nicht um 33,2 Mio €, sondern sukzessive um 16,8 Mio € auf letztlich 96,8 Mio € im Jahre 2009.

Senator Flierl: Mit diesem Beschluss hat der Senat einen entscheidenden Schritt getan, dass Berlin auch in Zukunft drei leistungsfähige, künstlerisch eigenständige Opernbetriebe unterhalten kann. Nun, da die Grundsatzentscheidung im Senat gefallen ist, appelliere ich an alle Beteiligten, sich konstruktiv in den weiteren Prozess einzubringen. Ich erinnere daran, dass die Unterstützung des Bundes für dieses Reformprojekt auch davon abhängt, dass Berlin – unter dem Dach der Stiftung – seine Opernbetriebe modernisiert.
Das Gesetz geht jetzt in die parlamentarische Beratung. Parallel dazu werden wir die nächsten Schritte zur Gründung der Stiftung „Oper in Berlin“ in Angriff nehmen. Dazu zählen unter anderem Verhandlungen über ein Berliner „Bündnis für die Bühnen“ und die Konkretisierung des Werkstättenkonzeptes.“

Rückfragen:
Dr. Torsten Wöhlert
Telefon: 90 228 203
E-Mail: torsten.woehlert@senwfk.verwalt-berlin.de