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DIE OPERNSTIFTUNG IN ZAHLEN

Pressemitteilung vom 12.12.2003

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Gesetz über die Gründung einer Stiftung Oper in Berlin wurde gestern im Abgeordnetenhaus beschlossen. Damit ist der Weg frei zur Sicherung von drei künstlerisch und wirtschaftlich eigenständigen Opernhäusern und einem institutionell eigenständigen Ballett. Gleichzeitig wird Berlin weniger Geld für seine Opern ausgeben.

Die heftige und kontroverse Debatte der vergangenen Monate hat leider auch dazu geführt, dass unterschiedliche Zahlen kursieren. Wie viel gibt der Bund? Wie viel kommt davon in Berlin an? Wie viel müssen die Opern sparen?

Ich will versuchen, die Zahlen für Sie aufzubereiten:

1. Am 1. Juli diesen Jahres beschloss der Berliner Senat aufgrund der dramatischen Haushaltslage den Etat für seine Opern bis 2009 schrittweise um 33,2 Millionen Euro abzusenken. Das hätte die Schließung eines Hauses oder die Fusion zweier Häuser bedeutet.

2. Einen Tag später erklärte der Bund, ab kommendem Jahr die Akademie der Künste, die Stiftung Deutsche Kinemathek und den Hamburger Bahnhof in seine Verantwortung zu übernehmen und band diese Hilfe an die Umsetzung der nun beschlossenen Opernreform.

3. Das heißt: Ab nächstem Jahr investiert der Bund in die Berliner Kultur durch die Übernahme der Akademie der Künste, der Stiftung Deutsche Kinemathek und des Hamburger Bahnhofs jährlich weitere 22 Millionen Euro.

4. Diese 22 Millionen Euro entlasten den Berliner Kulturhaushalt vom nächsten Jahr an dauerhaft um 16,4 Millionen Euro. Das ist der Betrag, den das Land für diese Einrichtungen bisher aufwendet. Die Differenz erklärt sich daraus, dass der Bund seine Einrichtungen besser ausstattet als Berlin das konnte bzw. künftige Kosten übernimmt, die im Landeshaushalt noch nicht eingestellt waren.

5. Das Land Berlin wird diese 16,4 Millionen Euro in seine Opern re-investieren. Bis 2009 fließen Teile davon in einen Struktur- und Abfindungsfonds, mit der die Umbauprozesse innerhalb der Stiftung finanziert werden. Im nächsten Doppelhaushalt 2004/05 werden dafür 6 bzw. 6,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

6. Ab 2009 fließen die Gelder vollständig in die Opernstiftung. Daraus ergibt sich, dass der Etat der Opernstiftung im Jahre 2009 nicht um 33,2 Millionen Euro sondern um 16,8 Millionen Euro gesunken sein wird. (33,2-16,4=16,8) Hier die jährlichen Etats von 2004 bis 2009

2003 in Mio. € 113,6
2004 in Mio. € 113,6
2005 in Mio. € 112,0
2006 in Mio. € 110,0
2007 in Mio. € 106,0
2008 in Mio. € 100,0
2009 in Mio. € 96,8

7. Last but not least wird sich der Bund zusätzlich mit einem einmaligen Betrag von 3 Millionen Euro an den Gründungskosten der Stiftung und der Opern-GmbHs beteiligen.

Ich hoffe, mit dieser kurzen Information hilfreich gewesen zu sein und bleibe

Mit besten Grüßen,
Torsten Wöhlert

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Dr. Torsten Wöhlert
Telefon: 90 228 203
E-Mail: torsten.woehlert@senwfk.verwalt-berlin.de