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ERNEUERUNG DER ANSCHLUSSSTELLE HOHENZOLLERNDAMM

Pressemitteilung vom 26.03.2003

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung teilt mit:

Fertigstellung der Bauleistungen und Verkehrsfreigabe am 27. März 2003

Nach gut zweijähriger Bauzeit wird die Anschlussstelle Hohenzollerndamm wieder für den Verkehr freigegeben. Die Brücke über die Stadtautobahn wurde durch einen Neubau ersetzt, an den Zu- und Abfahrtsrampen zur BAB A 100 sind die Fahrbahnen erneuert und auf den Rampenbauwerken Betonschutzwände errichtet worden. Parallel zu den genannten Arbeiten wurde die Brücke über die Anlagen der Deutschen Bahn AG instandgesetzt. Außerdem waren umfang- reiche Leitungsbauarbeiten durchzuführen.

Beim alten Brückenbauwerk über die BAB A 100, eine Spannbetonbrücke im Jahre 1957/58 errichtet, war aufgrund des erhöhten Verschleißes aus Feuchte- und Tausalzeinwirkung sowie des stark gestiegenen Schwerverkehrs, ein Abriss unumgänglich. Aus Sicherheitsgründen ist bereits 1998 eine Notunterstützung im Mittelstreifenbereich der A 100 errichtet worden.
Das Brückenbauwerk über die Anlagen der DB AG, eine Stahlbrücke aus dem Jahre 1910/11, brauchte dagegen nur instandgesetzt zu werden.

Da der Hohenzollerndamm mit zu den wichtigsten Verkehrsadern der Stadt ge-
hört, war es unbedingt erforderlich, die Verkehrsstörungen so gering wie möglich zu halten. Der Verkehr wurde während der gesamten Bauzeit mit zwei Fahr- spuren je Fahrtrichtung auf der jeweils nicht im Bau befindlichen Brückenhälfte aufrecht erhalten.

Die BAB-Anschlussstelle Hohenzollerndamm konnte während der gesamten Bauzeit, bis auf eine Auffahrtsrampe vom Hohenzollerndamm aus, für den Verkehr nicht genutzt werden.
Auf der Stadtautobahn war die Verkehrsführung lediglich im Baustellenbereich eingeengt und mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h belegt.

Für den Brückenneubau über die BAB A 100, der in zwei Bauabschnitten durch-
geführt wurde, mussten beide Richtungen der Stadtautobahn unabdingbar kurzzeitig (Wochenenden) gesperrt werden.

Eine Vielzahl von Anprallunfällen, verursacht von LKW’s mit dem Arbeits- und Schutzgerüst, welches sich unterhalb der Hohenzollerndammbrücke befand, führte zu erheblichen Verzögerungen im Gesamtbauablauf, so dass der Gesamtfertigstellungstermin November 2002 nicht eingehalten werden konnte.

Dank eines guten Verkehrs- und Baustellenmanagements, sowie einer sicheren und zielgerichteten Koordination aller am Bau Beteiligten, ist es trotzdem gelungen, die vertraglichen Leistungen im Jahre 2002 soweit fertig zustellen, dass auf der Stadtautobahn seit 25.11.2002 der Verkehr wieder uneingeschränkt fließen kann. Aufgrund des frühen und vehementen Wintereinbruchs konnte die Anschlussstelle Hohenzollerndamm nicht komplett fertiggestellt und für den Verkehr frei gegeben werden. Auf den Zu- und Abfahrtsrampen war es witterungsbedingt nicht möglich, die letzte Asphaltdeckschicht und die Fahrbahn – Markierungen herzustellen. Auf der Hohenzollerndammbrücke selbst konnte auf dem zurückgebauten Provisorium (südl. Bahnbrückenhälfte) nicht die letzte Deckschicht (Splittmastix) eingebaut werden, sodass hier der Verkehr weiterhin nur 2-spurig / FR bzw. in Fahrtrichtung Fehrbelliner Platz mit zusätzlich einer Rechtsabbiegespur fließen konnte. Unverzüglich nach dem Einsetzen der milden Witterung wurden die letzten Arbeiten durchgeführt.

Es wurde versucht, die Belastungen während der Bauzeit sowohl für die Anwohner als auch für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten.
Leider ließ es sich nicht vermeiden, dass bei der Durchführung bestimmter Arbeitsvorgänge (Abriss-u. Stemmarbeiten) Lärmbelästigungen auftraten. Die Anwohner in unmittelbarer Nähe der Baustelle, wurden im Vorfeld solcher Aktivitäten stets über eine Hauswurfsendung darüber in Kenntnis gesetzt.

Die Finanzierung der Baumassnahme erfolgte überwiegend durch den Bund mit ca. 7,5 Mio EUR (Brückenneubau, Rampenbauwerke) und das Land Berlin mit ca. 0,7 Mio EUR (Sanierung der Brücke über die Bahnanlagen).

Technische Daten (Brückenneubau)

Parallelgurtiges Tragwerk in Stahlträger-Verbundbauweise mit einer Fahrbahnplatte aus Stahlbeton B 45

Überbau

Lichte Weite : 27,50 m
Stützweite : 28,40 m

Lichte Höhe : mind. 4,85 m
Breite : ca. 41,50 m
Länge : 30,20 m

Rückfragen:
Petra Reetz
Telefon: 9012 5800
E-Mail: petra.reetz@senstadt.verwalt-berlin.de