Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

10 JAHRE FREIWILLIGES ÖKOLOGISCHES JAHR IN BERLIN – EIN JUBILÄUM, DAS WIR FEIERN KÖNNEN

Pressemitteilung vom 03.09.2003

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung teilt mit:

Der Stadtentwicklungssenator Peter Strieder hat heute im Jugendfreizeitzentrum Wuhlheide in der Auftaktveranstaltung das Freiwillige Ökologische Jahr 2003/2004 feierlich eröffnet. Diese Veranstaltung ist anlässlich des 10jährigen Jubiläums des FÖJ ein besonderer Höhepunkt.

Der Senator begrüßte besonders die rund 200 Jugendlichen des neuen Projektjahres sowie ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer des FÖJ.

„Angesichts der schwierigen Situation auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ist es außerordentlich wichtig, den Jugendlichen sinnvolle Möglichkeiten für die Phase zwischen Schulabschluss und weiterführender Ausbildung anzubieten.“ betonte er. Das FÖJ bietet jungen Leuten, die die Schule abgeschlossen haben, bis zum
27. Lebensjahr die Möglichkeit, sich im Umweltbereich zu engagieren und eröffnet ihnen berufliche Perspektiven. Durch das FÖJ werden die Jugendlichen als ökologisch informierte, sensibilisierte und qualifizierte Menschen zu Multiplikatoren für die Belange des Umweltschutzes.

Das FÖJ hat sich in letzten 10 Jahren zu einer bedeutenden jugendpolitischen
arbeitsmarktorientierten Bildungsmaßnahme im Umweltbereich entwickelt. Untersuchungen sechs Monate nach Abschluss des Projekts bestätigen die verbesserten Chancen der Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Von den Teilnehmern des Projektjahres 2001/2002 haben 83 % einen Ausbildungs-, Arbeits- oder Studienplatz erhalten.

Die Europäische Union hat das Projekt von Anfang an finanziell unterstützt und damit einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung des FÖJ in Berlin geleistet.

Das FÖJ wird in Berlin seit 1993 angeboten. Der Erfolg innerhalb des ersten Jahrzehnts spricht für sich: Aus anfänglich 20 Teilnehmerplätzen in Berlin sind mittlerweile 182 geworden. Dazu kommen noch rund 30 junge Männer, die als anerkannte Kriegsdienstverweigerer ein FÖJ als Ersatz für den Zivildienst leisten. Die Nachfrage nach einem Teilnehmerplatz übersteigt das Angebot jedoch um ein Vielfaches. Nur jede 10. Bewerbung kann berücksichtigt werden. Auch die Anzahl der Einsatzstellen hat sich erhöht. Zur Zeit stehen rund 230 Einsatzstellen in den unterschiedlichsten Bereichen zur Verfügung. Das Spektrum reicht dabei von der Tier-, Pflanzen- und Landschaftspflege über die Bereiche Umweltpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zum technischen Umweltschutz. Damit wurde das Projekt in Berlin in besonderer Weise an die Anforderungen einer Großstadt angepasst und unterscheidet sich in seinem Angebot wesentlich von dem in Flächenländern.

Im Rahmen der Veranstaltung fand eine rege Diskussion des Senators mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des FÖJ und Vertretern der Träger und Einsatzstellen statt. Auch für Unterhaltung war gesorgt. So präsentierten Jugendliche ein FÖJ-Theater-Projekt sowie eine Müll-Modenschau, die von dem Mädchentreff „Ebbe und Flut“ präsentiert wurde.

Rückfragen:
Petra Reetz
Telefon: 9012-5800
E-Mail: petra.reetz@senstadt.verwalt-berlin.de