Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

PRESSERAT MISSBILLIGT JUSTIZBERICHTERSTATTUNG DER BILD-ZEITUNG ZU SERIENTÄTER ; JUSTIZSENATORIN KARIN SCHUBERT RUFT ERFOLGREICH DEN DEUTSCHEN PRESSERAT AN

Pressemitteilung vom 04.07.2003

Die Senatsverwaltung für Justiz teilt mit:

Justizsenatorin Karin Schubert hat erfolgreich Beschwerde bei dem Deutschen Presserat eingelegt, der zu der Berichterstattung der BILD-Zeitung vom 27. Februar diesen Jahres nun eine förmliche Missbilligung ausgesprochen hat.

Der Beschwerdeausschuss des Deutschen Presserats hat in der Veröffentlichung der BILD-Zeitung vom 27. Februar unter der Überschrift „Warum hat ihn diese Richterin nicht weggesperrt“ zum Verfahren gegen Nidal R. in Bezug auf die Richterin Susanne B. insgesamt drei Verstöße gegen die Publizistischen Grundsätze (Pressekodex) gesehen. Nach den Feststellungen des Presserates hat die BILD-Zeitung in der Überschrift eine Falschbehauptung aufgestellt und damit gegen die journalistische Sorgfaltspflicht verstoßen und zugleich die Richterin in ihrer Ehre verletzt. Tatsächlich hat die abgebildete Richterin den im Beitrag genannten Jugendlichen in zwei Fällen zu Haftstrafen verurteilt. Auch das veröffentlichte Foto verletzt nach der Auffassung des Deutschen Presserates das Persönlichkeitsrecht der Richterin, weil die Privatsphäre der Richterin nicht ausreichend beachtet wurde.

Der Beschwerdeausschuss hat die Verstöße gegen die Ziffern 2, 8 und 9 des Pressekodex für so schwerwiegend gehalten, dass er eine Missbilligung ausgesprochen hat.

Er hat der BILD-Zeitung den Abdruck seiner Missbilligung empfohlen.

Rückfragen:
Andrea Boehnke
Telefon: 9013-3633
E-Mail: pressestelle@senjust.verwalt-berlin.de