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DIE SENATORINNEN SCHUBERT UND DR. KNAKE-WERNER BESCHLIESSEN AMBULANTE EINRICHTUNG: BUNDESWEIT ERSTES PILOTPROJEKT ZUR GEMEINSAMEN AMBULANTEN NACHSORGE VON GEFÄHRLICHEN STRAFTÄTERN

Pressemitteilung vom 25.07.2003

Die Senatsverwaltungen für Justiz und Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilen mit:

Senatorin für Justiz Karin Schubert und Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner haben sich bei dem heutigen gemeinsamen Besuch im Krankenhaus des Maßregelvollzugs Berlin darauf geeinigt, eine ambulante Nachsorge für gefährliche Gewaltstraftäter nach deren Entlassung einzurichten. Beide Senatorinnen setzen damit in einer gemeinsamen Anstrengung ein bundesweit erstmaliges Pilotprojekt in Berlin um. Der Einstieg in diese zusätzlichen Betreuungsmaßnahmen soll ab dem 1. Januar 2004 möglich sein. Der Standort der neuen Ambulanz soll bestimmt werden, wenn ein Interessenbekundungsverfahren, in dem sich private Träger für die Durchführung bewerben können, abgeschlossen ist. Eine koordinierte ambulante Nachsorge für bestimmte Straftäter aus dem Maßregelvollzug und aus dem Strafvollzug soll den Übergang bei der Entlassung erleichtern und so die Rückfallquote dieser Tätergruppe weiter senken. Die Ambulante Nachsorge soll den unterschiedlichen Bedürfnissen der entlassenen Straftätern und den aus dem Maßregelvollzug entlassenen Patienten jeweils entsprechen, aber durch eine gemeinsame Organisation „unter einem Dach“ auch eine besondere Effizienz und Qualität aufweisen. Beide Senatsverwaltungen wollen sich die Kosten für das Pilotverfahren teilen.

Der Berliner Senat hatte am 27. Mai 2003 auf der Grundlage eines umfangreichen Berichts beschlossen, den Schutz der Allgemeinheit vor einer Rückfälligkeit von Sexualstraftätern weiter auszubauen.

Justizsenatorin Karin Schubert:
„Eine ambulante Nachsorge ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Sicherheit der Bevölkerung vor Gewalttätern. Solche wichtigen Ziele in Zeiten angespannter Haushaltslage erfordern eben auch oft das Beschreiten von neuen Wegen. Damit helfen wir aber auch den Straftätern, sich nach ihrer Entlassung zurecht zu finden, sondern bieten Fürsorge durch kompetente Hilfe im einem ‚neuen’ Alltag in Freiheit, der gerade für Menschen, die lange Haftstrafen verbüßt haben, viele Probleme bereitet.“

Gesundheitssenatorin Dr. Knake-Werner:
“Die nun geplante Ambulanz kann Patienten Hilfe und Unterstützung bei der Wiedereingliederung in das Alltagsleben außerhalb der Mauern des Maßregelvollzugs geben. In der gemeinsam geplanten Einrichtung können wir unsere Kompetenzen sinnvoll bündeln. Ich bin mir sicher, dass sich das positiv auf die Stabilität des Therapieerfolgs auswirken wird. Und gerade dieser Erfolg ist wichtige Voraussetzung für einen besseren Schutz der Bevölkerung. “

Rückfragen:
Andrea Boehnke und Roswitha Steinbrenner
Telefon: 9013-3633 und 9028-2743
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