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SENATORIN KNAKE-WERNER: SOZIALE BALANCE AUCH BEI STEIGENDER ZAHL VON SOZIALHILFEEMPFÄNGERINNEN UND -EMPFÄNGERN HALTEN!

Pressemitteilung vom 13.03.2003

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz legt erstmalig eine Prognose zur Entwicklung der Zahl von Sozialhilfeempfängerinnen und -empfängern bis Ende 2004 vor. Danach ist bis Ende des Jahres 2004 in Berlin mit einem Anstieg der Zahl von 250.532 im September 2002 auf 255.941 zum Ende 2004 zu rechen. Dies ist ein Anstieg um rund 2 %.

Die Prognose steht im Zusammenhang mit den aktuellen Aufgaben der Steuerung und Finanzierung der Sozialhilfeausgaben in Berlin. Sie liefert auch Angaben für jeden einzelnen Bezirk. Die Berliner Bezirke haben damit zum ersten Mal eine Datenbasis, die auf einheitlichen Kriterien beruht und wichtige Grundlage für die Berechnung zielgruppenspezifischer Fallausgaben ist.

Den entscheidenden Grund für das Anwachsen der Zahlen sieht Sozialsenatorin Dr. Heidi Knake-Werner in der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit. „Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen wirkt sich in hohem Maße auch auf die Zahl der Sozialhilfe-empfängerinnen und -empfänger aus. Diese beiden Sozialindikatoren stehen nachweislich in einem engen Zusammenhang.

Trotz der Auswahl bewährter statistischer Methoden können die jetzt vorliegenden Prognoseergebnisse gleichwohl durch nicht vorhersehbare Einflüsse noch überholt werden. Hierzu gehören vor allem Änderungen der bundesgesetzlichen Grundlagen, die künftige Entwicklung am Arbeitsmarkt und vor allem die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Wird die Arbeitslosigkeit noch weiter ansteigen, wächst auch die Zahl der Menschen, die Sozialhilfe beziehen. Bei der künftigen Haushaltsplanung Berlins muss diese Tatsache Berücksichtigung finden. Es ist daher notwendig, die Prognoseergebnisse anhand der aktuell anfallenden Ergebnisse der Statistik laufend zu überprüfen und die Prognose mit entsprechenden Korrekturen fortzuschreiben.

Wir stehen vor der enormen Herausforderung, die soziale Balance in der Stadt bei der notwendigen Haushaltskonsolidierung zu erhalten, auch wenn die Arbeitslosigkeit in Berlin weiterhin auf dem derzeitigen Rekordniveau verharrt,“ erklärt Senatorin
Dr. Knake-Werner.

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
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