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JOB-ACTIV-CENTER IN BERLIN BEREITS IM PROBELAUF

Pressemitteilung vom 15.08.2003

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Das Bundeskabinett hat am 13. August das „4. Gesetz über moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“ beschlossen, das die Zusammenführung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe in einer Grundsicherung für Arbeitsuchende vollzieht.

In Berlin ist eine wichtige Strukturveränderung für arbeitslose Sozialhilfeempfänger bereits im Vorfeld dieser neuen Gesetze eingeleitet worden. „Job-Activ-Center“ befinden sich hier in Form von gemeinsamen Anlaufstellen sozusagen im Probelauf. Beim Aufbau dieser Anlaufstellen konnten die Bezirksämter und die Arbeitsämter auf eine langjährige Erfahrung zurück greifen. Denn schon weit vor den Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen wurde hier die gemeinsame Vermittlung von erwerbsfähigen Sozialhilfeempfangenden in Arbeit forciert. Seit 1998 gibt es Kooperationsvereinbarungen zwischen einzelnen Bezirksämtern und Arbeitsämtern. 2001 wurde eine Rahmenvereinbarung zur Verbesserung der Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialämtern abgeschlossen.

Der flächendeckende Aufbau gemeinsamer Anlaufstellen in allen Berliner Bezirksämtern ist auf einem guten Weg und wird voraussichtlich bis Ende dieses Jahres erfolgreich abgeschlossen sein. In fünf Bezirken bestehen bereits solche Anlaufstellen (Treptow-Köpenick, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg). In fünf weiteren Bezirken (Spandau, Neukölln, Reinickendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf und Pankow) wird die gemeinsame Arbeit in Kürze beginnen. Die gemeinsamen Anlaufstellen in den Bezirken Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf befinden sich in Planung.

Trotz aller Anlaufschwierigkeiten zeigen sich bereits erste Erfolge, die den eingeschlagenen Weg bestätigen. Die intensive Beratung und Betreuung durch Fallmanager, die bis zu 75 Menschen betreuen, hat sich bewährt und muss weiter ausgebaut werden. Beispielhaft steht eine erste Bilanz des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg: Das dortige „Job Aktiv Center“ hat am 1. April seine Arbeit aufgenommen und betreut inzwischen über 2.000 Arbeitslose. Es ist eine gemeinsame Anlaufstelle für Neuantragsteller im Alter bis zu 25 Jahren. In rund 300 Fällen gibt es bereits Integrationserfolge, in 169 Fällen davon sogar durch eine Arbeitsaufnahme im ersten Arbeitsmarkt.

Die Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner erklärt: „Ohne das Entstehen neuer Arbeitsplätze durch merkliches Wirtschafts-wachstum können jedoch auch die gemeinsamen Anlaufstellen als Vorläufer der künftigen JobCenter die Arbeitslosigkeit nicht spürbar senken. Dieses Ziel muss aber im Zentrum aller politischen Anstrengungen stehen.“

Rückfragen:
Regina Kneiding
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E-Mail: Regina.Kneiding@sengsv.verwalt-berlin.de