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SENATORIN KNAKE-WERNER: 50 JAHRE GEMEINSAMES KREBSREGISTER - DATENSAMMLUNG IM DIENST DER KREBSBEKÄMPFUNG

Pressemitteilung vom 05.09.2003

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Das Gemeinsame Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen besteht jetzt 50 Jahre. Aus diesem Anlass findet morgen ein Symposium statt, an dem neben namhaften Wissenschaftlern aus Deutschland auch internationale Experten teilnehmen.

Gesundheitssenatorin Dr. Heidi Knake-Werner, die das Symposium eröffnen wird, verweist auf die Bedeutung dieses Krebsregisters, das mit fast 2,7 Millionen dokumentierten Krebsfällen national und international zu den größten Datensammlungen auf dem Gebiet der Krebsepidemiologie gehört. Die Senatorin erklärt: „Mit dem Gemeinsamen Krebsregister verfügen die ostdeutschen Länder und Berlin über eine Datensammlung, die für die Ursachenforschung und damit für die Weiterentwicklung der Krebsdiagnostik und -therapie von herausragendem Nutzen ist. Da das ehemalige Nationale Krebsregister der DDR vernünftigerweise weitergeführt worden ist, existiert nunmehr eine flächendeckende Krebsregistrierung in einem Einzugsgebiet von über 17 Millionen Menschen über einen Zeitraum von 50 Jahren.“

Die Einrichtung eines gemeinsamen bevölkerungsbezogenen Krebsregisters für sechs Länder habe sich aus Sicht der Senatorin sowohl unter fachlichen als auch unter Kostenaspekten außerordentlich bewährt. Die Berliner Gesundheitspolitik messe daher der erfolgreichen Arbeit des Gemeinsamen Krebsregisters eine große Bedeutung bei. „Das `Nationale Krebsregister der DDR` erfasste alle bösartigen Neubildungen im Land und erreichte auf der Basis einer gesetzlichen Meldepflicht eine fast 100 %ige Vollständigkeit. Gegenwärtig melden die Ärzte in Berlin auf der Basis des geltenden Melderechts nur ca. 60 % aller Erkrankungsfälle. Um die für valide Auswertungen erforderliche Vollzähligkeit zu erreichen, wollen wir auch in Berlin wieder eine Meldepflicht für Krebserkrankungen einführen. Die Meldepflicht wird dazu beitragen, den Aussagewert des Krebsregisters weiter zu verbessern.“

Die Senatorin dankt aus Anlass des fünfzigjährigen Jubiläums den Kolleginnen und Kollegen aus den beteiligten Bundesländern und den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses des Gemeinsamen Krebsregisters für Ihre Arbeit sehr herzlich.

Das Symposium findet statt am Sonnabend, dem 6. September 2003, ab 9.00 Uhr, im Kaiserin-Friedrich-Haus, Robert-Koch-Platz 7 in 10115 Berlin-Mitte.

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
Telefon: 90282743
E-Mail: Roswitha.Steinbrenner@sengsv.verwalt-berlin.de