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SENATORIN KNAKE-WERNER ERÖFFNET DIE 1. TÜRKISCHEN GESUNDHEITSTAGE IN BERLIN

Pressemitteilung vom 02.12.2003

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Gesundheitssenatorin Dr. Heidi Knake-Werner eröffnet morgen um 12.00 Uhr im Rathaus Schöneberg die 1. Türkischen Gesundheitstage in der Stadt. Vier Tage lang wird dort ein weiter Bogen gespannt über fast alle Bereiche von Gesundheit und Krankheit. Die Informationen, Beratungsangebote, Diskussionsforen und Gespräche rund um die Gesundheit richten sich zum ersten Mal ganz speziell an türkischstämmige Mitbürgerinnen und Mitbürger, die größte Migrantengruppe in Berlin.

Die Senatorin begrüßt diese neue Veranstaltung und wünscht den 1. Türkischen Gesundheitstagen viel Andrang, Erfolg und Nachfolgeveranstaltungen. Sie erklärt zur Eröffnung: „In unserer Gesellschaft leben inzwischen viele Menschen, deren Lebenswelt durch Migrationserfahrung geprägt ist. Heute gibt es in Berlin gut 121.000 Menschen mit türkischem Pass und viele türkischstämmige Einwohner, die inzwischen die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen haben. Doch noch allzu oft erreichen unsere gesundheitlichen Versorgungsangebote gerade Migrantinnen und Migranten nur unzureichend. Auf diese Herausforderung müssen wir mit einer interkulturellen Öffnung der sozialen Dienstleister antworten. Das betrifft auch den Öffentlichen Gesundheitsdienst.

Dies ist ein schwieriger Prozess, denn noch immer beherrschen selbst viele Migranten, die schon lange in Deutschland leben, die deutsche Sprache nur schlecht. Unerlässlich ist daher muttersprachliches Fachpersonal in allen Bereichen, die mit Migranten Kontakt haben, aber auch qualifizierte Dolmetscher. Gerade werden im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft des EQUAL-Projektes der Europäischen Union das erste Mal in Berlin Gemeindedolmetscher gezielt für eine Tätigkeit im Gesundheitswesen ausgebildet. So liegt beim Sozialpsychiatrischen Dienst in Mitte, wo seit Jahren ein türkischer Psychologe arbeitet, der Anteil an türkischen Ratsuchenden deutlich höher als in anderen Sozialpsychiatrischen Diensten. Ebenso werden die Regelstrukturen der Altenhilfe von älteren Migrantinnen und Migranten in sozialen Notlagen bislang kaum in Anspruch genommen.

Mütter haben in Migrantenfamilien eine Schlüsselfunktion für die Erhaltung der Gesundheit der Kinder. Sie müssen daher in der Lage sind, gesundheitliche Gefahren für ihre Kinder zu erkennen, um gegensteuern zu können. Nach Ergebnissen unseres Berichtes `Zur gesundheitlichen Lage von Kindern in Berlin` liegt die Impfrate bei türkischen Kinder erfreulicherweise überdurchschnittlich hoch, dagegen sind mit 23 % zu viele der türkischen Kinder adipös. Die Gesundheitstage werden auch auf diesem Feld aufklärerische und präventive Hilfe anbieten.“

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
Telefon: 9028-2743
E-Mail: Roswitha.Steinbrenner@sengsv.verwalt-berlin.de