Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

SOZIALSENATORIN EHRT BERLINERIN FÜR GROßES ENGAGEMENT IN DER BEHINDERTENBEWEGUNG

Pressemitteilung vom 09.12.2003

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Morgen wird eine Berliner Rentnerin für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement für die Belange behinderter Menschen geehrt. Sozialsenatorin Dr. Heidi Knake-Werner verleiht an Erika Richter das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Die Senatorin betont in ihrer Laudatio, dass Erika Richter als aktive Mitstreiterin in der Behindertenbewegung Berlin nicht nur bekannt, sondern vor allem unverzichtbar geworden ist. „Sie ist durch ihre kontinuierliche und hoch engagierte ehrenamtliche Arbeit sozusagen selbst zu einer Instanz in der Bewegung geworden. Trotz ihres eigenen schweren Schicksals, das sie seit der Kindheit an den Rollstuhl fesselt, hat die Diplom-Wirtschafterin ihr ganzes Leben lang gearbeitet und kann auf 50 Berufsjahre zurückblicken. Sie hat sich neben ihrer Berufstätigkeit in verschiedenen Gremien für die Interessen der Menschen mit Behinderungen eingesetzt. So wird beispielsweise immer wieder ihre sachkundige Mitarbeit in der Fachgruppe `Behindertenhilfe` beim Paritätischen Wohlfahrtsverband sehr geschätzt und anerkannt.

1990 hat Erika Richter den Berliner Behindertenverband `Für Selbstbestimmung und Würde` e. V. mit begründet. Neben ihrer umfangreichen Tätigkeit in dem Verband ist sie seit vielen Jahren auch im Bundesverband Poliomyelitis e. V. sehr aktiv. Sie berät einfühlsam und hilfreich Menschen, die an den Spätfolgen von Poliomyelitis leiden. Dies gelingt nur, da Frau Richter über die Fähigkeit verfügt, die konkreten Bedürfnisse des jeweils Betroffenen sehr schnell zu erkennen und daraus die notwendigen Schlussfolgerungen und Maßnahmen abzuleiten.

Hoch geschätzt sind auch ihre vielen öffentlichen Auftritte bis in ihr hohes Alter von jetzt fast 81 Jahren. Ihre Fähigkeit, vor größeren Foren, Kongressen oder auch auf Fachtagungen bedeutsame Vorträge zu halten oder zur Diskussion beizutragen, wird von vielen Menschen bewundert. Das Wort und die Meinung der kämpferischen und sensiblen Streiterin für die Belange von Menschen mit Behinderungen haben in der Behindertenbewegung Berlins bis heute großes Gewicht,“ unterstreicht die Senatorin.

Die Ordensverleihung findet statt am Mittwoch, dem 10. Dezember 2003, um 15.00 Uhr, im Rathaussaal des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg, Frankfurter Allee 35-37, 10247 Berlin.

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
Telefon: 9028-2743
E-Mail: Roswitha.Steinbrenner@sengsv.verwalt-berlin.de