Coronavirus in Berlin

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INTERNETPROJEKT HILFT BEI SUCHTPROPHYLAXE AN SCHULEN

Pressemitteilung vom 21.03.2003

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

41,6 Prozent der Sechstklässler an Berliner Grundschulen haben schon einmal geraucht, 8,4 Prozent rauchen zu besonderen Gelegenheiten, 2,1 Prozent rauchen mehrmals in der Woche und 3,4 Prozent sogar täglich. Das ergab eine Untersuchung an den Grundschulen, die 1999 durchgeführt wurde. In belastenden Situationen, die oft als ausweglos empfunden werden, greifen Kinder nicht nur zur Zigarette, sondern auch schon mal zur Flasche, zum Joint oder zur Tablette.

Damit Lehrerinnen und Lehrer mit dem Problem umgehen können, gibt es in jeder Schule eine/n Kontaktlehrer/in für die Suchtprophylaxe. Ihre Aufgabe ist die Beratung der Kollegen, aber auch der Eltern und Schüler. Darüber hinaus gibt es in den Bezirken jeweils zwei oder drei Koordinationen und mehrere Projekte zur Unterstützung der Fachkräfte (Klasse 2000 für die Grundschule; LionsQuest für die Oberschule; Suchtprophylaxe in Kindertagestätten und Grundschule; der Nichtraucherwettbewerb „Be smart-don´t start).

Bildungssenator Klaus Böger und das Jenaer Organisationsberatungsinstitut
ORBIT e.V. haben eine Vereinbarung unterzeichnet, durch die das Institut beauftragt wird, ein Qualitätsmanagementprogramm zur Suchtprophylaxe an Berliner Schulen zu erarbeiten und durchzuführen.

Das Programm, das auf zwei Jahre angelegt ist, soll vor allen Dingen dazu dienen, die Kommunikation zwischen Lehrern und Lehrerinnen, Eltern und untereinander zu verbessern. Dazu werden die Möglichkeiten des Internets eingesetzt. Das Institut wird zu diesem Zweck beispielsweise Foren bereitstellen, die Schulen zeitgleich über Projekte informieren, Arbeitsmaterial für Lehrer und Schüler bereitstellen und eine Datenbank führen.

Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Philip Morris GmbH. Das Unternehmen setzt sich im Rahmen seiner langfristig angelegten Jugendschutzprogramme dafür ein, dass Kinder und Jugendliche nicht rauchen.

Bildungssenator Böger bedankte sich bei Philip Morris und ORBIT e.V. für deren aktive Bereitschaft „dazu beizutragen, dass Kinder nicht abhängig werden und dass sie Hilfe und Ansprechpartner für ein drogenfreies Leben finden.“

Rückfragen:
Rita Hermanns
Telefon: 9026 5843
E-Mail: rita.hermanns@senbjs.verwalt-berlin.de