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WIE GUT IST DAS LESE- UND MATHEMATIKVERSTÄNDNIS VON BERLINER SCHÜLERN IN DEN KLASSEN 4 BIS 6? -- BILDUNGSSENATOR KLAUS BÖGER GIBT STARTSCHUSS FÜR WISSENSCHAFTLICHE STUDIE ELEMENT

Pressemitteilung vom 14.04.2003

Die Senatsverwaltung für Bildng, Jugend und Sport teilt mit:

Bildungssenator Klaus Böger hat bei Prof. Rainer Lehmann, dem Leiter der Abteilung Empirische Bildungsforschung an der Humboldt-Universität Berlin, eine wissenschaftliche Studie mit dem Titel ELEMENT („Erhebungen zum Lese- und Mathematikverständnis – Entwicklungen in den Jahrgangsstufen 4 bis 6 in Berlin“) in Auftrag gegeben, in der das Lese- und Mathematikverständnis von Berliner Schülerinnen und Schülern in den Klassen 4 bis 6 untersucht wird.

Böger:
„Wir wollen die Unterrichtsqualität weiterentwickeln und die Grundschule als Fundament eines guten Bildungssystems stärken. Dazu brauchen wir empirisch gesicherte Erkenntnisse über den Leistungs- und Entwicklungsstand dieser Schulen. Darauf zielt unsere Studie ab. Wir wollen wissen, wie gut die Schülerinnen und Schüler auf den Übergang von der Grund- in die Oberschule vorbereitet sind, wie gut die Berliner Grundschulen mit der heterogenen Schülerschaft umgehen können und wie die Lernerfolge tatsächlich aussehen.“

Zeitplanung:
ELEMENT ist eine Längsschnittstudie, mit der an drei Zeitpunkten von Klasse 4 bis 6 Lernstände und Lernentwicklungen der Schülerinnen und Schüler ermittelt werden. Die Studie beginnt im April 2003 und wird bis zum Juni 2005 durchgeführt.

Die erste Erhebung an den Grund- und Gesamtschulen wird in der ersten Juniwoche 2003 stattfinden, an den grundständigen Gymnasien in der ersten Septemberwoche.

Die zweite Erhebung wird im Juni 2004 durchgeführt, die dritte im Juni 2005, dann jeweils für Grundschulen, Gesamtschulen und grundständige Gymnasien gleichzeitig.

Was wird untersucht ?
Im Kern der Untersuchung werden Leistungen in den Bereichen Deutsch (Leseverständnis, Rechtschreibung) und Mathematik stehen. Zusätzlich werden schulspezifische Rahmenbedingungen, außerschulische Bedingungsfaktoren und individuelle Merkmale der Schülerinnen und Schüler untersucht, um die in den Schulen erzielten pädagogischen Erfolge zu erfassen.

Wer nimmt teil ?
Insgesamt 5.000 Schülerinnen und Schüler

· Repräsentativ ausgewählte Berliner Grundschulen sowie Gesamtschulen mit Grundschulzweig mit Schülerinnen und Schülern, die im Schuljahr 2002/03 die vierte Klasse einer staatlichen Schule besuchen und nach allgemein bildenden Lehrplänen unterrichtet werden. Das bedeutet eine Stichprobe von rund 3.300 Grundschülerinnen und Grundschülern an 69 Grundschulen sowie 2 Gesamtschulen mit Grundschulzweig.

· Alle Schülerinnen und Schüler (ca. 1.700), die mit Beginn des Schuljahres 2003/04 die fünfte Klasse an den 31 öffentlichen grundständigen Berliner Gymnasien besuchen.

Ziele:
Mittels der Studie sollen Kompetenzen und Lernentwicklungen der Berliner Schülerinnen und Schüler in den Klassen 4 bis 6 gemessen und Bildungsergebnisse der Schulen ermittelt werden. Dabei soll beantwortet werden

· wie unterschiedlich die Fachleistungen und schulbezogenen Einstellungen von Berliner Schülerinnen und Schülern (z.B. Zufriedenheit mit Schule) am Übergang der Jahrgangsstufen 4/5 und in ihrer Entwicklung bis zum Ende der Jahrgangs-stufe 6 sind;

· ob es besondere Förderbedarfe für besonders Leistungsschwache bzw. besonders Begabte, für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, für Jungen bzw. Mädchen gibt;

· inwieweit Unterschiede bestehen zwischen Bezirken, zwischen Grundschulen/Grundschulklassen und grundständigen Gymnasien/Gymnasialklassen;

· welcher Zusammenhang zwischen außerschulischen Faktoren wie dem Sozialstatus oder der Muttersprache und den ermittelten Lernständen besteht;

· welche Bedeutung die frühe oder späte Einschulung und das Überspringen oder Wiederholen einer Grundschulklasse für die Leistung und Einstellungen der Kinder haben;

· in welchem Zusammenhang Schulnoten und die getesteten Kompetenzen stehen;

· wie realistisch und gerecht die Übergangsempfehlungen von der Grundschule in die weiterführenden Schulen sind;

· wie unterschiedlich die Unterstützung der Eltern (Freizeitverhalten, Bildungsnähe, Wertvorstellungen) und die schulischen Gegebenheiten (Ausstattung, Programm, Kollegienzusammensetzung) sind.

Rückfragen:
Dr. Thomas John
Telefon: 9026 5846
E-Mail: thomas.john@senbjs.verwalt-berlin.de