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POSTHUME EHRENBÜRGERWÜRDE FÜR MARLENE DIETRICH

Pressemitteilung vom 23.04.2002

Aus der Sitzung des Senats am 23. April 2002:

Der Senat hat auf Vorlage des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit – einem Beschluss des Abgeordnetenhauses von Berlin folgend – beschlossen, Marlene Dietrich posthum die Ehrenbürgerwürde des Landes Berlin zu verleihen.

Marlene Dietrich gehört zu den großen Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sie hat in großartigen Rollen Filmgeschichte geschrieben und die Kunstgattung Chanson in unnachahmlicher Weise befruchtet. Ihrer Geburtstadt Berlin blieb Marlene Dietrich auch verbunden, nachdem sie Berlin 1932 verlassen hatte und sieben Jahre später amerikanische Staatsbürgerin wurde. In dunklen Jahren trat sie mutig für ein demokratisches, freiheitliches und menschliches Deutschland ein. Dennoch hat sie gerade auch in Berlin neben Verehrung, Liebe und Bewunderung Unverständnis und Verletzungen erfahren müssen.
Mit dem ungewöhnlichen Schritt, Marlene Dietrich zehn Jahre nach ihrem Tod posthum die Ehrenbürgerschaft zu verleihen, würdigt ihre Heimatstadt Berlin ihr Lebenswerk, ihr Engagement für ein freiheitliches und lebenswertes Deutschland und ihre ungebrochene Treue zu Berlin und bringt den langgeschuldeten Dank gegenüber einer unvergessenen Künstlerin und eindrucksvollen Persönlichkeit zum Ausdruck.

Rückfragen:
Sprecher des Senats
Telefon: 9026-3200