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ADRIENNE GOEHLER ZIEHT POSITIVE BERUFSBILANZ - BERUFSQUOTE FÜR FRAUEN BEI 30 PROZENT -

Pressemitteilung vom 16.01.2002

Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur teilt mit:

Zur Berufungsbilanz ihrer Amtszeit erklärt Senatorin Adrienne Goehler:

„In meiner Amtszeit ist die personelle Erneuerung der Berliner Hochschulen weiter vorangekommen. Wir haben in vielfältigen Gesprächen mit den Hochschulen darauf hingewirkt, dass die strukturelle Benachteiligung von Frauen im anstehenden Gene-rationswechsel an den Berliner Hochschulen als Problem erkannt wird. So wurde z. B. eine besondere Begründungsnotwendigkeit für die Ablehnung von Frauen in einem Berufungsverfahren neu eingeführt. Dieser sanfte politische Druck auf die Hochschulen und die kontinuierliche Thematisierung der “Frauenfrage” hat Wirkung gezeigt.

Obwohl das Land Berlin mit 13,6 % von weiblichen Professuren an den Hochschulen eindeutig über dem Bundesdurchschnitt von ca. 10,5 % liegt, so ist doch die Diskri-minierung von hoch qualifizierten Frauen in der Hochschullandschaft eindeutig. Ich hatte mir bei der Amtsübernahme ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Ich wollte Berlin an die Tabellenspitze von weiblichen Berufungen führen. Dieses Versprechen habe ich eingehalten.

Die Zahlen:

In meiner Amtszeit habe ich 88 Rufe an den Berliner Hochschulen (ohne Medizin) und weitere 17 Rufe in der Medizin/Veterinärmedizin erteilt. Davon erging 31 Mal der Ruf an Frauen. Dies ist eine 30prozentige Berufungsquote für Frauen in Berlin, die bisher noch nie erreicht wurde.

Bezogen auf den Berliner Durchschnitt bei den C 4-Berufungen von 7,3 % wurden während meiner Amtszeit in meiner Zeit 19 % Frauen ausgewählt.. Besonders stolz bin ich darauf, dass insbesondere in der Medizin der Anteil von Frauenberufungen
40 % erreicht hat. Hier gibt es auch den größten Nachholbedarf.

Ich hoffe, dass die unter meiner Leitung eingeführten Veränderungen in den Berufungsverfahren und die Vorgabe, dass mindestens ein weibliches Mitglied in einer Berufungskommission Pflicht ist, weiter Bestand hat.“

Rückfragen:
Kerstin Schneider
Telefon: 90228-203
E-Mail: kerstin.schneider@senwfk.verwalt.berlin.de