ARBEITSMARKT VON KONJUNKTURSCHWÄCHE BEEINFLUSST

Pressemitteilung vom 06.02.2002

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Im Januar 2002 waren in Berlin rund 291.000 Arbeitslose gemeldet, das waren 12.900 mehr als im Vormonat Dezember und 15.900 mehr als vor Jahresfrist. Die Arbeitslosenquote beträgt damit 17,0% (Deutschland: 10,4%), nach 16,3% im Dezember 2001 (Deutschland: 9,6 %).
Die Entlastungswirkung von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen war dabei etwas geringer als im Vormonat und auch als noch vor Jahresfrist. Im Januar 2002 nahmen rund 46.200 Personen Leistungen der Arbeitsförderung in Anspruch, 1.400 weniger als zwölf Monate zuvor.
Senator Gysi: „Der Arbeitsmarkt wird zum einen jahreszeitlich bedingt belastet, aber auch nach wie vor durch die anhaltende Konjunkturschwäche, die schlechte Lage im Baubereich sowie die zwingend notwendigen Sparmaßnahmen im öffentlichen Sektor negativ beeinflusst. Die strukturellen Probleme Berlins wirken fort. Es gibt zwar erfreuliche Wachstumsimpulse im Dienstleistungssektor, diese reichen aber nicht aus, den Abbau in u.a. dem Baubereich zu kompensieren. Berlin hat noch einen weiten Weg vor sich!
In den laufenden Haushaltsverhandlungen müssen wir jetzt kurzfristig sicherstellen, dass die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sofort weiter finanziert werden. Die notwendigen Schritte sind eingeleitet.“
Gysi weiter: „Die Zusammenlegung der beiden Ressorts Wirtschaft und Arbeit ist ein wichtiges Signal, dass die Synergien von Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik in Zukunft stärker genutzt werden. Denn neue Arbeitsplätze werden nur in der Wirtschaft entstehen. Die Politik muss verlässliche Rahmenbedingungen schaffen.“

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