Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

DR. GREGOR GYSI ZUR INSOLVENZ DER HERLITZ AG: ALLE BETEILIGTEN IN DER PFLICHT

Pressemitteilung vom 03.04.2002

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Zum Insolvenzantrag der Herlitz AG erklärt der Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Dr. Gregor Gysi:
„Seit Jahren besteht durch Fehlinvestitionen der Unternehmensleitung ein Sanierungsbedarf bei Herlitz. Immer wieder gab es neue Kredite der Banken, Bürgschaften und Hilfen der Länder Berlin und Brandenburg. All dies hat nicht verhindert, dass das Unternehmen erneut in erhebliche Schwierigkeiten geraten ist.
Das Bankenkonsortium, dem faktisch das Unternehmen gehört, war zu einer neuen Kreditlinie nur unter der Bedingung bereit, dass die Länder Berlin und Brandenburg den größten Teil der Kredite durch Landesbürgschaften absichern und damit die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Haftung nehmen. Trotz der angespannten Haushaltslage und der bestehenden Risiken gab es in beiden Ländern die Bereitschaft zu Bürgschaften, allerdings nicht in der von den Banken gewünschten Höhe. Berlin und Brandenburg bestanden darauf, dass auch die Banken in angemessenem Umfang Risikobereitschaft an den Tag legen. Darauf haben sich die Banken nicht eingelassen, sondern die Unternehmensleitung entschied, die Insolvenz zu beantragen.
Nach wie vor sind die Länder Berlin und Brandenburg zu einer angemessenen Bürgschaftsübernahme bereit, wobei sich die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen besonders entgegenkommend zeigte. Unabhängig davon bietet das Insolvenzverfahren von die Chance, die gesunden Kerne des Unternehmens und damit den Hauptteil der Arbeitsplätze zu retten. Diesbezüglich bleiben die Banken, die Länder, die Unternehmensleitung und der Betriebsrat in der Pflicht.“

Rückfragen:
Christoph Lang
Telefon: 9013-7418
E-Mail: christoph.lang@senwiarbfrau.verwalt-berlin.de