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WIRTSCHAFT: QUALITÄTSPREIS BERLIN-BRANDENBURG VERGEBEN

Pressemitteilung vom 03.07.2002

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Sechs Unternehmen im Berliner Rathaus ausgezeichnet

Die Länder Berlin und Brandenburg haben heute im Berliner Rathaus erstmalig den „Qualitätspreis Berlin-Brandenburg“ vergeben. Mit dem im Oktober 2001 ausgelobten Preis wurden sechs Unternehmen für ihre herausragenden Leistungen bei der Verwirklichung eines umfassenden Qualitätsmanagements ausgezeichnet. Weitere 10 Unternehmen aus dem Produktions- und Dienstleistungsbereich gingen mit einer Auszeichnung aus dem Wettbewerb hervor, der in fünf Kategorien stattfand.

Sieger in der Kategorie I (dienstleistende Unternehmen bis 50 Beschäftigte) ist die Otto Richter GmbH aus Berlin. Als besondere Stärke des Unternehmens hob die Jury die hohe Führungskompetenz und Orientierung auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervor.
In der Kategorie II (dienstleistende Unternehmen ab 51 Beschäftigte) sicherte sich die Asklepios Klinik Birkenwerder den Qualitätspreis nicht zuletzt auf Grund ihrer systematischen Kundenorientierung und ihrer strategischen Planung.

In der Kategorie III (produzierende Unternehmen bis 50 Beschäftigte) wurden zwei Qualitätspreise vergeben, da zwei Unternehmen punktgleich an der Spitze lagen. Die Berliner micro resist technology GmbH überzeugte insbesondere durch ein ausgereiftes Prozessmanagement und eine vorbildliche Unternehmenskultur. Die Firma Conti Leiterplatten aus Berlin bekam die höchste Bewertung im Kriterium „Führung“. Ausdrücklich gelobt wurde das hohe Engagement der Führungskräfte bei der Förderung der Eigenverantwortung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und des Teamgedankens.

Preisträger in der Kategorie IV (produzierende Unternehmen ab 51 bis 250 Beschäftigte) ist die ALSTOM Power Service GmbH, die ein sehr weit entwickeltes Qualitätsmanagement praktiziert. Der Berliner Standort nimmt innerhalb des ALSTOM-Konzerns eine Vorreiterrolle ein. Sehr hoch bewertete die Jury unter anderem die Orientierung auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Als Sieger in der Kategorie V (produzierende Unternehmen ab 251 Beschäftigte) ging das BMW Motorrad Werk Berlin aus dem Wettbewerb hervor. Als besonders positiv bewertet wurde die Durchgängigkeit von Qualitätsmaßnahmen und Qualitätsverständnis in allen Bereichen und Hierarchieebenen.

Berlins Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Dr. Gregor Gysi betonte: “Auf Qualität kommt es an, wenn man im weltweiten Wettbewerb bestehen will. Und zwar nicht nur auf die Qualität der Produkte, sondern ebenso auf die Qualität des Produktionsprozesses und der Qualifikation sowie der Führung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Nur Unternehmen, deren Belegschaft sich mit ihrem Produkt identifiziert, können auf Dauer hohe Qualität liefern, die dann ihrerseits in Quantität – nämlich Absatzsteigerung – umschlagen wird. Ich freue mich über die hohe Beteiligung an der ersten Ausschreibung und wünsche mir, dass beim nächsten Mal sich mehr Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche beteiligten.“

Staatssekretär Volkmar Strauch sagte in seiner Rede bei der Preisverleihung: „Ohne die volle Unterstützung aus Wissenschaft und Wirtschaft hätten wir dieses Projekt nicht realisieren können. Wir wollen es zu einer festen Institution machen. Bereits heute sollten wir überlegen, wie diese Qualitätsinitiative grenzübergreifend auf Polen ausgedehnt werden kann. Bedenkenswert ist auch die Anregung, bei der Vergabe des nächsten Qualitätspreises Aspekte einer familienorientierten, innovativen Personalentwicklung zu berücksichtigen.“

Brandenburgs Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Fürniß hob hervor: „Der Qualitätspreis, der den Vergleich mit den Besten fördert, trägt dazu bei, Führungskräfte und Mitarbeiter der Unternehmen zu noch besseren Produkten und Dienstleistungen zu motivieren. Die Auszeichnung dient den Unternehmen als Marketinginstrument und stärkt sie im Wettbewerb.“ Kontinuierliche Qualitätsverbesserung sei der Weg zum Unternehmenserfolg. Das hätten die märkischen Unternehmen erkannt. „Rund 700 haben ihre Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme mit Hilfe von Fördermitteln bereits zertifizieren lassen. Bis Ende 2003 stellen die Ressorts Wirtschaft und Arbeit für die Förderung von Qualitäts- und Managementsystemen sowie für Qualifizierungsmaßnahmen 11,5 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln bereit. Damit können rund 300 weitere Unternehmen Qualitäts- und Managementsysteme einführen und ihre Mitarbeiter nach der neuen Norm qualifizieren“, unterstrich Fürniß.

Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft, der Wirtschaft und beider Länder ermittelte die Gewinnerinnen und Gewinner des Preises, der künftig alle zwei Jahre vergeben wird, in einem zweistufigen Bewertungsverfahren. Von insgesamt 46 Bewerberinnen und Bewerbern – jeweils 23 aus Berlin und Brandenburg – qualifizierten sich 29 für die zweite Stufe, davon 15 aus Berlin und 14 aus Brandenburg. Es beteiligten sich 36 kleine und mittlere Unternehmen am Wettbewerb sowie zehn Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten.

Das Bewertungsverfahren orientiert sich an dem Modell der European Foundation for Quality Management (EFQM), das auch die Grundlage des nationalen Ludwig-Erhard-Preises bildet. Der Qualitätspreis Berlin-Brandenburg versteht sich im Sinne des „Liga-Prinzips” als Vorstufe zum deutschen bzw. europäischen Qualitätspreis.

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Christoph Lang
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