Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

WIRTSCHAFT: SVZ VERKAUF ENDGÜLTIG GELUNGEN

Pressemitteilung vom 26.07.2002

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Der Verkauf des Sekundärrohstoffverwertungszentrums (SVZ) hat die letzte Hürde genommen. Vertreter der Treuhandnachfolgerin BVS (Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben) und der LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH) haben dem Verkauf aller Geschäftsanteile der Berliner Wasserbetriebe an die NordGB Gruppe gestern zugestimmt.

Der Aufsichtsrat der Berliner Wasserbetriebe (BWB) hatte den Verkauf des SVZ an die NordGB in der Nacht vom 29. zum 30.Juni diesen Jahres beschlossen. Die Zustimmung von BVS und LMBV war notwendig, weil die NordGB Gruppe in Verträge eintritt, die mit beiden geschlossen worden waren.

Die Berliner Wasserbetriebe hatten das SVZ 1995 von der BVS erworben. Beabsichtigt war eine innovative Verwertung von Klärschlämmen aus Berlin. Seither hat das SVZ Jahr für Jahr erhebliche Verluste erwirtschaftet. Ein im Jahr 2000 erfolgter Verkauf an das Amerikanische Energieunternehmen Global Energy musste im vergangenen Herbst rückabgewickelt werden, weil dieses Unternehmen nicht in der Lage war, den vereinbarten Kaufpreis zu bezahlen.

„Mit dem heutigen Tag ist endgültig ein erhebliches Risiko für die Berliner Wasserbetriebe als auch den Berliner Landeshaushalt abgewendet worden“, erklärte Wirtschafts-staatsekretär Volkmar Strauch. „Der Vorstand der Wasserbetriebe und der Aufsichtsrat unter Leitung von Senator Dr. Gysi einschließlich der Vertreter von Vivendi und RWE haben damit ein seit Jahren schwelendes Problem gelöst. Eine Insolvenz wäre die BWB vielleicht billiger gekommen, wäre aber für die strukturschwache Lausitz ein schwerer Schlag gewesen. Aus sozialer Verantwortung ist die Entscheidung für den Verkauf getroffen worden. Die NordGB Gruppe hat Erfahrungen bei der Restrukturierung von Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden. Sie hat sich zum Erhalt vorhandener Arbeitsplätze verpflichtet und beabsichtigt ein nachhaltiges Engagement am Standort Schwarze Pumpe.“

Rückfragen:
Brigitte Schmidt
Telefon: 90 13 – 74 18
E-Mail: pressestelle@senwiarbfrau.verwalt-berlin.de