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PROJEKT DES BERLINER ZUKUNFTSFONDS POSITIV EVALUIERT

Pressemitteilung vom 15.07.2002

Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur teilt mit:

Auf seiner Sommersitzung hat der Wissenschaftsrat Ende vergangener Woche seine „Stellungnahme zu neun Großgeräten der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung und zur Weiterentwicklung der Investitionsplanung von Großgeräten“ verabschiedet.

Berlin war mit zwei Projektvorschlägen,

- dem Freie Elektronen Laser für weiche Röntgenstrahlung (Soft X-Ray FEL) der Berliner Elektronenspeicherring-Gesellschaft für Synchrotronstrahlung mbH (BESSY) und
- der Hochfeldmagnetanlage für Strukturuntersuchungen mit Neutronen der Hahn-Meitner-Institut Berlin GmbH (HMI), sowie der maßgeblichen Mitwirkung des HMI an einem dritten Großprojekt,
- der Europäischen Spallations-Neutronenquelle (ESS),

in diesen Evaluationsprozess involviert.

Diese Großgeräte tragen wesentlich zur Strukturforschung in den Zukunftsbereichen Molekulare Medizin und Biotechnologie, Material- und Werkstoffwissenschaften, Optik- oder Mikrosystemtechnik. Diese auszubauen ist eine wesentliches Ziel Berliner Forschungspolitik.

Dem Adlershofer Freie Elektronen Laser (FEL) und dem damit einhergehenden Forschungsprogramm bescheinigt der Wissenschaftsrat „im internationalen Maßstab höchstes wissenschaftliches Niveau“, das einer „breiten, interdisziplinären Forschung neue Wege eröffnet, die weit über die Möglichkeiten der derzeitigen Synchrotronforschung hinausgehen“. Des weiteren heißt es in der Wissenschaftsrats-Stellungnahme: „BESSY’s hervorragende Expertise im Vakuum-Ultravioletten- und weichen Röntgenbereich und die Möglichkeit, den Freien Elektronen-Laser parallel zur BESSY II-Synchrotronquelle zu betreiben, wird als großer Vorteil für den vorgeschlagenen Standort (Adlershof) gesehen.“

Wissenschaftssenator Dr. Thomas Flierl begrüßt die Stellungnahme des Wissenschaftsrates als wichtigen Meilenstein für die Berliner Forschungsinfrastruktur. Mit dem Adlershofer FEL-Projekt konnte sich eines vom Berliner Zukunftsfonds geförderten Vorhaben nun auch bei den international besetzten Expertengremien des Wissenschaftsrates erfolgreich durchsetzen. Berlin unterstützt die planerischen Vorarbeiten zum technischen Projektvorschlag des BESSY-FEL seit Oktober 2001 für 3 1/2 Jahre mit 2,4 Mio Euro aus dem Zukunftsfonds.

Die Bundesregierung, die dem Wissenschaftsrat den Auftrag gab, die Forschungsgroßtechnik in Deutschland zu evaluieren, erwartete zur wissenschaftlichen Attraktivität und technischen Reife sowie zur Bedeutung der Projekte für die nationale und internationale Scientific Community und für den Wissenschaftsstandort Deutschland. Bei den neun Großgeräten der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung deutscher Forschungszentren geht es um Investitionsvolumina von bis zu 3,5 Mrd. Euro.

Rückfragen:
Annette Walz
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