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BERLINER GRÜN- UND FREIFLÄCHEN MIT GUSTAV-MEYER-PREIS AUSGEZEICHNET

Pressemitteilung vom 14.01.2002

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung teilt mit:

Berlin verleiht seit 1995 alle zwei Jahre den Gustav-Meyer-Preis. Gustav Meyer (1816-1877), bedeutendster Schüler und Mitarbeiter von Peter Joseph Lenné, war der erste Gartendirektor Berlins und hat vor allem durch den Volkspark Friedrichshain, den Treptower Park und den Humboldthain seine Spuren hinterlassen.
Der Preis wird für öffentliche Grün- und Freiflächen vergeben, die unter städtebaulichen, funktionalen, gestalterischen, technischen, ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorbildlich geplant und gebaut wurden und sich in einem sehr guten Pflegezustand befinden. Damit soll Gartenarchitekten, Betrieben und Institutionen ein Anreiz gegeben werden, qualitativ vorbildliche Anlagen zu planen, zu realisieren und zu unterhalten. Gewürdigt wird daher insbesondere auch die Pflege und Unterhaltung öffentlicher Grünflächen, die in zunehmendem Maße mit Gedankenlosigkeit und Vandalismus konfrontiert ist.

Auslober des Preises ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Der Gustav-Meyer-Preis, wird im Rahmen der „Grünen Woche“ in zwei Kategorien vergeben:
- Kategorie I: Anlagen jünger als 5 Jahre
- Kategorie II: Anlagen älter als 10 Jahre.

Preisträger 2002 in der Kategorie I: Anlagen jünger als 5 Jahre, wurde der Krienicke Park in der Wasserstadt Spandau. Seine landschaftliche Gestaltung bildet den Übergang zwischen der Bebauung des „Quartiers Pulvermühle“ und den angrenzenden Wasserflächen des Spandauer Sees. Aus diesem Kontrast und der überzeugenden Gestaltung der Übergangsbereiche vom Siedlungsraum mit Promenade zum Uferbereich bezieht der Park seinen besonderen Reiz. Der großzügige Umgang mit dem Ort und die zeitgenössische Interpretation der landschaftlichen Gegebenheiten mit einer modernen Formensprache wurden als sehr gute Lösung angesehen.
Eine lobende Anerkennung in der gleichen Kategorie erhielt der Arnim Platz im Bezirk Pankow, ein Schmuckplatz im Herzen des Prenzlauer Bergs. Er bietet den Bewohnern aller Altersgruppen vielfältige Begegnungs- und Nutzungsmöglichkeiten. Besonders positiv wurde die Neugestaltung in Form der historischen Anlage hervorgehoben, die auch heutigen Ansprüchen gerecht wird. Die Pflanzenverwendung ist beeindruckend, wenngleich auch pflegeintensiv.

Preisträger 2002 in der Kategorie II: Anlagen älter als 10 Jahre wurde der Rüdesheimer Platz im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Der Stadtplatz bildet den Mittelpunkt der Wohnbebauung des Jahres 1912. Er wird stark frequentiert, bietet Spiel- und Erholungsmöglichkeiten, abwechslungsreiche Wechselpflanzungen und mit den gastronomischen Angeboten, darunter auch freie Bestuhlung, ein vielfältiges, attraktives Angebot. Die hohe Qualität der Pflege und der Unterhaltung bei gleichzeitig rationellem und wirtschaftlichem Einsatz der Ressourcen machen diesen Platz zu einem vorbildlichen, preiswürdigen Beispiel.

Preisgericht: Herr Henningsen, Vorsitzender des Preisgerichts, Vorsitzender des Landesverbandes Berlin-Brandenburg des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten;
Herr Czipulowski, Ehrenvorsitzender des Landesverbandes Berlin-Brandenburg der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur;
Herr Strauss, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Herr Eyink, Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen.

Auskünfte: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung,
Stephan Strauss, Telefon: 9025-1659, stephan.strauss@senstadt.verwalt-berlin.de

Rückfragen:
Petra Reetz
Telefon: 9012-5800
E-Mail: petra.reetz@senstadt.verwalt-berlin.de