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FERNSTUDIUM FÜR GEFANGENE - EUROPAWEITES PILOTPROJEKT

Pressemitteilung vom 19.04.2002

Die Senatsverwaltung für Justiz teilt mit:

In der JVA Tegel ist am Freitag ein Pilotprojekt in Betrieb genommen worden, das Gefangene, die Fernstudenten sind, online mit der FernUniversität Hagen verbindet. Es ist der erste Versuch dieser Art in Deutschland und in Europa. Nach Angaben des Präsidenten der FernUniversität, Helmut Hoyer, ist es „ein nationales und internationales Pilotprojekt“.

Der Berliner Justiz-Staatssekretär Christoph Flügge erklärte zur Inbetriebnahme des neuen Systems, es solle Inhaftierte befähigen, sich auf ein künftiges Leben in Freiheit so vorzubereiten, dass sie einen Beruf ausüben und straffrei leben können. Er nannte das Projekt und die Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen “vorbildlich“.

16 in der JVA Tegel inhaftierte Gefangene, davon 6 eingeschriebene Fernstudenten und 10 Teilnehmer an Fortbildungskursen, können in einem besonderen Raum der Anstaltsschule stundenweise am Computer online mit der FernUniversität Hagen kommunizieren. Belegt werden mehrere Fächer wie Informatik, Psychologie, Geschichte, Wirtschafts- und Literaturwissenschaft. Vertreter der Vollzugsanstalt und der FernUniversität wiesen bei der Vorstellung des Projekts darauf hin, dass es nur eine Online-Verbindung zum geschlossenen Lehrangebot in Hagen gibt und der Internet-Zugang gesperrt ist. Die Darstellung, Gefangene könnten nun beliebig im Netz serven, nannte Staatssekretär Flügge „böswillig und unverantwortlich“.

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