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GESUNDHEITSSENATORIN KNAKE-WERNER BEI DER ERÖFFNUNG DER ERSTEN TAGESKLINIK IN DER DROGENHILFE BERLINS

Pressemitteilung vom 24.04.2002

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Heute Nachmittag eröffnet der Verein „Tannenhof Berlin“ in Wilmersdorf eine Tagesklinik und ein ambulant-teilstationäres Zentrum der Drogenhilfe. Die Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner, die an der Eröffnungsfeier teilnimmt, beglückwünscht in ihrer Rede den Träger und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Mut, mit dieser neuen Einrichtung die erste Tagesklinik in der Drogenhilfe in Berlin zu betreiben. Die Tagesklinik als jüngstes Kind des Tannenhofes werde sich schnell zu einem wichtigen Zentrum im Netz der Berliner Drogen- und Suchthilfe entwickeln.

„Seit seiner Gründung im Jahre 1979 hat sich der Träger mit professionellem therapeutischen Handeln in der Drogenhilfe über Berlin hinaus einen Namen gemacht,“ wertet die Senatorin. „Das Land Berlin kann sich glücklich über die neue Einrichtung schätzen, denn eine Tagesklinik verbessert die Chancen für eine erfolgreiche Suchtrehabilitation. Bei 8.000 Heroinabhängigen in der Stadt und 250.000 Menschen, deren Alkoholmissbrauch behandlungsbedürftig ist, sind wir froh über dieses neue, zusätzliche Angebot.

Mit dem Schritt zum Ausbau der ambulanten Behandlung und dem Aufbau einer tagesklinischen Struktur ist der Tannenhof versorgungspolitisch auf der Höhe der Zeit. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Suchtkrankenhilfe in der Lage ist, ihre traditionellen Konzepte der stationären Langzeittherapie zu verändern und zu ergänzen, dies vor allem auch im Interesse ihrer Patientinnen und Patienten.“

In ihrer Rede an die Gäste der Eröffnungsfeierlichkeiten betont die Senatorin, sie wünsche sich, dass der Träger mit dazu beitragen werde, die Trennung der Hilfesysteme in Alkoholbehandlung und Drogenbehandlung zu überwinden. Dies sei nicht nur aus finanziellen Erwägungen heraus wichtig, sondern auch vor dem Hintergrund, dass es immer seltener klar abgegrenzte Suchtabhängigkeiten gibt. Die Hilfelandschaft und die verschiedenen Formen der Unterstützung für Abhängige müsse deshalb enger miteinander verzahnt werden. „Gegenseitigen Urteile und Vorurteile der Menschen, die in den niedrigschwelligen Angeboten für Drogenabhängige arbeiten und der Therapeuten in der Abstinenztherapie müssen endlich überwunden werden. Ich bin sicher, das wäre ein Schritt, um Haltungen zu überdenken, das Netzwerk von Drogen- und Suchthilfe neu zu beleben sowie das Miteinander zu stärken.“

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
Telefon: 9028-2743
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