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Mit politischer Gestaltungskraft und Fachkompetenz für eine frauengerechte Gesundheitsversorgung in Berlin

Pressemitteilung vom 04.07.2002

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz sowie für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilen mit:

Frauen haben andere gesundheitliche Risiken zu bewältigen als Männer. Sie sind ungleich häufiger Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch. Gewalt ist eines der größten gesundheitlichen Risiken für Frauen mit Langzeit- und Spätfolgen, die einer besonderen gesundheitlichen Versorgung bedürfen. Eine nachhaltige Etablierung einer geschlechtersensiblen, frauenspezifischen Gesundheitsversorgung, die diese Erkenntnisse in das Gesundheitswesen integriert, befindet sich erst in den Anfängen.

„Frauengesundheit ist eines der Themen, denen in Berlin jetzt besondere Aufmerksamkeit zukommt. Deshalb werden wir eng mit dem Netzwerk Frauengesundheit Berlin zu maßgeblichen Themen frauengerechter Gesundheitsförderung und -versorgung kooperieren.“ Das erklärt die Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner.

Im Mittelpunkt gemeinsamer Aktivitäten stehen zunächst Maßnahmen zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Gewalt betroffener Frauen in den verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens, die Unterstützung der Qualitätsverbesserung bei der Brustkrebsfrüherkennung sowie der kurativen Mammografie und die Entwicklung einer Frauengesundheitsberichterstattung für Berlin als ein handlungs- und wirkungsorientiertes Arbeitsinstrument.

Staatssekretärin Prof. Dr. Hildegard Maria Nickel betont: „Eine geschlechtergerechte Gesundheitspolitik kann nur dann in den Strukturen des Gesundheitswesens Fuß fassen, wenn ein Sensibilisierungsprozess auf allen Ebenen stattfindet. Die vom Senat beschlossene Implementierung des Gender Mainstreaming in allen Berliner Verwaltungen ist hierzu ein hervorragendes Instrument.“

Das Netzwerk Frauengesundheit Berlin erklärt: „Die Notwendigkeit einer geschlechtsspezifischen Gesundheitsförderung und -versorgung wird bisher in Berlin unterbewertet. Wir werden dafür sorgen, dass der Blick auf die besonderen gesundheitlichen Bedürfnisse von Frauen und Mädchen geschärft wird. Die Kooperation zwischen Politik und Netzwerk – Gestaltungskraft und Fachkompetenz – soll dazu beitragen.“

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
Telefon: 90282743
E-Mail: roswitha.steinbrenner@sengsv.verwalt-berlin.de