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BÖGER: GUTE UNTERRICHTSVERSORGUNG IN BERLIN - NUR NOCH 2,4 PROZENT UNTERRICHTSAUSFALL IM ERSTEN SCHULHALBJAHR 2001/2002

Pressemitteilung vom 25.04.2002

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Eine gute Nachricht für Schüler und Eltern: Die Unterrichtsversorgung an Berlins Schulen ist weiter verbessert worden. Nur noch 2,4 Prozent des Unterrichts fallen aus, so die Statistik des Landesschulamts für das erste Schulhalbjahr 2001/2002. Im Schuljahr 1999/2000 waren es noch 4,8 Prozent aller Unterrichtsstunden, im Schuljahr 2000/2001 2,8 Prozent.

Seit Anfang 2000 wurden mehr als 2200 Lehrkräfte im Land Berlin neu eingestellt.

Bildungssenator Klaus Böger:
„Bildung ist Schwerpunkt des Senats. Das zeigt die gute Unterrichtsversorgung im Land Berlin. Die Rahmenbedingungen für die Bildung sind in den letzten zwei Jahren kontinuierlich verbessert worden. Mit Unterstützung durch das Landesschulamt leisten die Schulen vor Ort hervorragende Arbeit, um schnell und unbürokratisch auf Unterrichtsausfall zu reagieren. Damit sind nicht alle Probleme gelöst, wir sind aber auf dem richtigen Weg, den wir in gemeinsamer Anstrengung mit den Schulen und allen an der Bildung Beteiligten fortsetzen werden.“

Die Situation an den Schulen ist unterschiedlich: Fast die Hälfte der Schulen weist einen Unterrichtsausfall von unter 2 Prozent auf. Umgekehrt gibt es auch noch Schulen mit hohem Unterrichtsausfall.

„Dort, wo noch massive Probleme auftreten, werden wir uns gezielt darum bemühen, diese zu lösen“, so Böger.

Hauptursache für Unterrichtsstunden, die vertreten werden müssen, sind mit über 70 Prozent Erkrankungen.

Die aktuellen Zahlen für das erste Schulhalbjahr zeigen, dass 8,3 Prozent der Wochenstunden zur Vertretung anfallen. 5,9 Prozent dieser Stunden werden vertreten, nur noch 2,4 Prozent fallen aus. Damit nutzen die Berliner Schulen mittlerweile 70 Prozent der zur Vertretung anfallenden Stunden durch organisatorische Maßnahmen für den Unterricht.

Alle Schulen in Berlin erfassen wöchentlich nach einheitlichen Kriterien die zur Vertretung anfallenden Unterrichtsstunden, die geleisteten Unterrichtsvertretungen und den Unterrichtsausfall.

Aus diesen Angaben erstellt das Landesschulamt in jedem Schulhalbjahr eine quantitative und qualitative Gesamtanalyse zur Unterrichtsversorgung im Land Berlin, die zum Beispiel Auskunft gibt über Ursachen von Unterrichtsausfall. Dieses Verfahren findet bundesweit große Beachtung, weil es zuverlässige Aussagen und Rückschlüsse für die Verwaltung und alle Schulen zulässt.

Böger abschließend:
Unsere Bildungspolitik steht auf zwei Säulen: Wir sichern eine stabile Ausstattung der Schulen mit Personal und Sachmitteln. Hierzu gehört auch das Sanierungsprogramm für Schulen und Sportanlagen. Zum anderen setzen wir auf Reformen für mehr Qualität. Alle Schulen sollen zukünftig auch über einen Teil der Personalmittel verfügen können, um kurzfristig Vertretungskräfte einsetzen zu können. Dieser flexible Personaleinsatz wird in diesem Schuljahr in einem Schulversuch mit acht beteiligten Schulen erprobt.“

Rückfragen:
Dr. Thomas John
Telefon: 9026 5846
E-Mail: Thomas.John@senbjs.verwalt-berlin.de