VERDIENSTKREUZ FÜR CHRISTOPH HEUBNER

Pressemitteilung vom 15.08.2002

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wird Herr Christoph Heubner (Jahrgang 1949) ausgezeichnet.

Das Verdienstkreuz wird ihm vom Senator für Bildung, Jugend und Sport, Klaus Böger, überreicht am Mittwoch, 21. August 2002, um 17.00 Uhr, im Literaturhaus, Fasanenstr. 23, 10719 Berlin.

Herr Heubner wird dafür ausgezeichnet, dass er durch „unermüdliches Wirken einen wertvollen Beitrag zum Gedenken an die Opfer der NS-Zeit, für die Verständigung der Völker und die Zusammenarbeit zwischen Ost und West geleistet hat“, so Senator Klaus Böger.

Der in Niederaula geborene und in Berlin lebende Pädagoge Heubner betreute bereits als Student Studiengruppen in polnischen KZ-Gedenkstätten und war Mitgestalter von Dokumentarfilmen, die sich mit der Verfolgung und Ermordung der Juden beschäftigten. Über viele Jahre hat er bei der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste die deutsch-polnische Verständigung vorangebracht und die Gedenkstättenarbeit mitgestaltet. Die Arbeit mit Menschen in sozialen Einrichtungen, mit Überlebenden des Holocaust und mit Minderheiten hat einen wichtigen Teil seiner Tätigkeit geprägt. Herr Heubner wurde mehrfach von ehemaligen KZ-Häftlingen zum Vizepräsidenten des Internationalen Auschwitz-Komitees gewählt. Bis heute ist er Vorsitzender der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Auschwitz.

„Herr Heubner hat sich große Verdienste darin erworben, die Verständigung insbesondere zwischen deutschen und polnischen, aber auch Jugendlichen anderer europäischer Länder zu fördern. Durch seine engagierte Gedenkstättenarbeit hat er zur kritischen, mahnenden Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit beigetragen und das Zusammenwachsen Europas gefördert,“ erklärt Senator Böger.

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