Klaus Wowereit und Moritz van Dülmen stellen Programm des Themenjahrs "Zerstörte Vielfalt" vor

PIA, dpa, 14.01.2013
Moritz v. Dülmen und Klaus Wowereit eröffnen das Gedenkjahr Zerstörte Vielfalt
Moritz van Dülmen und Klaus Wowereit eröffnen das Gedenkjahr
Bild: dpa

Mit einem Themenjahr setzt sich die deutsche Hauptstadt 2013 mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Dazu stellten Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und der Geschäftsführer der Kulturprojekte Berlin, Moritz van Dülmen, am Montag auf einer Pressekonferenz das Programm des Gedenkjahres vor.

Wowereit sagte, es gehe darum Verantwortung für die Geschichte zu übernehmen und gleichzeitig ein Zeichen zu setzen für die junge Generation. Das Themenjahr solle auch deutlich machen, was Vielfalt bedeute und dass es nie wieder zu einer Zerstörung einer solchen Vielfalt kommen dürfe.

Unter dem Motto «Zerstörte Vielfalt» sind in den kommenden Monaten weit mehr als 100 Veranstaltungen und Projekte geplant. Anlass sind die Machtergreifung der Nationalsozialisten vor 80 Jahren und die Novemberpogrome vor 75 Jahren.

Ab dem 30. Januar, dem Tag der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933, werden am Brandenburger Tor mehr als 200 Litfaßsäulen mit Gesichtern und Biografien Berliner Persönlichkeiten wie Albert Einstein und Bertolt Brecht zu sehen sein. “Künstler, Schriftsteller, Komponisten, Theaterleute, Ärzte, Anwälte und Lehrer haben Anfang der 1930er Jahre das Leben in Berlin geprägt”, sagte van Dülmen: “Viele von ihnen sind damals von den Nationalsozialisten ausgegrenzt und verfolgt worden. Daran soll das Projekt erinnern.”

Zeitgleich widmet sich das Deutsche Historische Museum in einer Ausstellung der Zeit von 1933 bis 1938. Gezeigt wird unter anderem, wie die gesellschaftliche Vielfalt und die Kultur zerstört wurden.