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Veranstaltungen, Forum Rathausblock, Kiezfonds & vieles mehr | November 2018

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Bild: Zebralog GmbH & Co KG

Liebe Interessierte am Sanierungsgebiet Rathausblock,

wie draußen das Herbstlaub flattert hier der November-Newsletter in Ihr Postfach und trägt eine geballte Ladung Information mit sich.

Lesen Sie in diesem Newsletter einen Bericht vom urbanize!-Festival, das dem Dragonerareal einen ganzen Workshop-Tag lang in all seinen Facetten widmete. Außerdem hat sich der Gründungsrat bereits zweimal getroffen und es gibt Neuigkeiten aus den AGs, zum Kiezraum sowie dem Gebietsfonds und eine neue Veranstaltung von Dragopolis mit der Initiative Geschichtsort Januaraufstand zur Novemberrevolution im Gretchen. Viel Spaß bei der Lektüre!

Alexander Matthes (Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg), Laura Höss und Jan Korte (Zebralog)

Neues aus dem Sanierungsgebiet Rathausblock

Bericht aus dem Gründungsrat

Bisher hat sich der Gründungsrat zweimal getroffen. Nach der konstituierenden Sitzung am 12. Oktober folgte nur eine Wochen später die zweite. Im Fokus standen zum einen die Geschäftsordnung des Gründungsrats und das Verfahren zur Ermittlung der Bau- und Nutzungsanforderungen für das städtebauliche Werkstattverfahren sowie die Aufgaben des Gründungsrats in den nächsten Monaten. Das nächste Mal trifft sich der Gründungsrat am 22. November.

SenSW & Bezirksamt antworten auf Forderungen der Initiativen

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat zusammen mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg ausführlich auf die Forderungen der Initiativen zu den Themen Transparenz, Rekommunalisierung des Dragonerareals, Selbstverwaltung und Mitbestimmung, Mieten, zukünftige Trägerschaften, Schutz für Gewerbetreibende und viele weitere reagiert. Insgesamt 12 Punkte umfassten die Forderungen der Initiativen. Die Antworten wurden der AG Kooperationsvereinbarung sowie dem Vernetzungstreffen Rathausblock übermittelt und werden in Kürze auch auf der Transparenzplattform zu finden sein.

Kiezraum

Endlich geht’s los. Der vom Bezirksamt angemietete Raum auf dem Gelände des Dragonerareals, der als Kiezraum für Beteiligungsformate und Stadtteilarbeit im Rathausblock genutzt werden soll, wird saniert. Die Umbauarbeiten dazu haben gerade begonnen. Der Abschluss der Baumaßnahmen im Innenbereich, u.a. Erneuerung der Heizungsanlage und der Sanitärbereiche ist für April 2019 vorgesehen.

Kiezfond

Der für den Rathausblock als Kiezfonds bezeichnete Gebietsfonds wird auch wieder für 2019 und Folgejahre aufgelegt. Das Fördervolumen beträgt 10.000 €. Anträge und mehr Informationen gibt es bald auf der Transparenzplattform.

Neues aus den Arbeitsgruppen

AG Wohnen & Soziales
Im Oktober tagte die paritätisch besetzte Vergabejury mit Vertreter*innen der AG Wohnen und Soziales zur Auswahl eines Büros, das die Studie zu leistbarem Wohnen erarbeiten wird. Das Büro asum aus Friedrichshain-Kreuzberg erhielt den Zuschlag. Zum Auftaktgespräch trifft sich die AG in ihrer nächsten Sitzung am 13. November.

AG Gewerbe und Kultur
Aufbauend auf die ausführliche Bestands- und Bedarfsanalyse für Gewerbe und Kultur im Rathausblock wird derzeit die Ausschreibung für ein Gewerbekonzept vorbereitet. Zum einen soll eine Betriebsberatung für die derzeitigen Gewerbetreibenden etabliert und zum anderen ein mit den ansässigen Akteur*innen abgestimmtes und tragbares Standortkonzept entwickelt werden, welches die Bedarfe der Gewerbetreibenden vor Ort berücksichtigt, aber auch Raum für neue Nutzungen zulässt.
Vorbereitet werden derzeit auch Ausschreibungen für ein Schallschutzgutachten sowie einen Denkmalpflegeplan für die Neuordnung des Dragonerareals.

Aktuelle Veranstaltungen

Forum Rathausblock

Am 27.11.2018 ist wieder Forum Rathausblock! Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Diesmal wird unter anderem der Kurzbericht zum Geschichtssymposium vorgestellt und es wird um die Studie zum Baukulturelle Erbe gehen. Außerdem informieren wir Sie über den aktuellen Stand der Arbeit des Gründungsrates. Eine detaillierte Tagessordnung finden Sie in den nächsten Tagen auf der Transparenzplattform.

Veranstaltung im Gretchen zur November-Revolution: Die Grenzgänger

Zum hundertsten Jubiläum der Novemberrevolution präsentieren die Nachbarschaftsinitiative Dragopolis und die* Initiative Geschichtsort Januaraufstand* im Club Gretchen ein besonderes Programm zu diesem Thema. Die Bremer Musikgruppe „Die Grenzgänger“ wird dort am 25.11.2018 ihr neues Bühnenprogramm „Die Revolution (Der 9. November)“ darbieten. Los geht’s um 20.00 Uhr. Im Anschluss an das Musikprogramm wird es ein Gespräch mit dem Publikum geben.

Informationen zum Programm „Die Revolution (Der 9. November)“:
Mit der Weigerung der Kieler und Wilhelmshavener Matrosen, noch einmal in den längst verlorenen Krieg hinaus zu fahren endete vor einhundert Jahren der erste Weltkrieg. Der Versuch der Admiralität, den Aufstand blutig zu unterdrücken, führte zur Revolution: Frauenwahlrecht, Pressefreiheit, Gewerkschaften und vieles mehr sind bis heute die Errungenschaften vom 9. November 1918.

Die Grenzgänger spüren den Liedern und Gedichten nach, die während der November-Revolution auf der Straße und den ersten Kabarettbühnen der Weimarer Republik entstanden. Sie wurden fündig im 1914 gegründeten Deutschen Volksliedarchiv und dem deutschen Kabarettarchiv. Welche Träume und Hoffnungen, der am Ende durch Freikorpssoldaten blutig niedergeschlagenen Revolution, wirken bis heute?

Darüber hinaus wagt das mehrfach mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnete Bremer Ensemble einen Ausblick auf den 9. November in der deutschen Geschichte. Von der Ermordung des Paulskirchen-Abgeordneten Robert Blum während der 1848er Revolution, über den Hitler-Putsch 1923, die Reichs-Progrom-Nacht 1938 bis zum Mauerfall am 9. November 1989.

Lieder und Texte von Ernst Toller, Kurt Eisner, Erick Mühsam, unbekannten Verfassern, Kinderlieder, Bertolt Brecht, Ferdinand Freiligrath und vielen mehr kommen zur Aufführung.

Ziel der Veranstaltung ist es, Bestrebungen zu unterstützen, die sich differenziert und engagiert mit den Ereignissen rund um den 9. November 1918 beschäftigen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf www.dragopolis.de und auf der Homepage des Gretchens.

Rückschau - So war's beim Urbanize!-Festival

Rekapitulation Urbanize! Festival

Im Rahmen des Festivals urbanize! unter dem Motto „bewegung. macht. stadt“, das vom 5. bis 14. Oktober in Berlin stattfand, war einiges los rund um das Dragonerareal. Die Initiative Stadt von Unten hat gemeinsam mit anderen stadtpolitisch Aktiven den aktuellen Stand der Entwicklung des Dragonerareals in vielen verschiedenen Veranstaltungsformaten über einen ganzen Tag verteilt an insgesamt mehrere Hundert Menschen vermittelt.

Los ging es mit einer Führung zu den Gewerbetreibenden auf dem Gelände, die Einblicke in ihre Arbeit gaben und erklärten, warum es für sie so wichtig ist auf dem Gelände zu bleiben. In einem anschließenden Workshop stellte Stadt von Unten ihr Modell „selbstverwaltet & kommunal“ zur Diskussion. Eingeladene Expert*innen zur Bodenpolitik, vom Mietshäusersyndikat, von einer Genossenschaft und einem selbstinitiierten Mieter*innenrat bei einem landeseigenen Wohnungsunternehmen halfen dabei, die Ideen weiter zu entwickeln. Danach berichteten die Initiativen des Vernetzungstreffens über ihren jahrelangen Kampf um das Dragonerareal in einer Führung über das Gelände. In einer abschließenden Podiumsdiskussion in der benachbarten Amerika-Gedenk-Bibliothek stellten sich die Initiativen, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Katrin Lompscher und Baustadtrat Florian Schmidt den Fragen eines interessierten Publikums und diskutierten den aktuellen Stand des Kooperationsprozesses zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung.

Eine anschließende Garagen-Bar in der Plangarage von Stadt von Unten ermöglichte das Dragonerareal bei Bier, Wein und Musik mal ganz anders kennenzulernen.

Auch zu weiteren Themen hat Stadt von Unten Veranstaltungen auf dem urbanize! organisiert: So gab es eine Veranstaltung, in der der Frage nach rechtspopulistischem Einfluss auf die Stadt als Ort und stadtpolitischen Themen nachgegangen wurde. Eine weitere Veranstaltung beschäftigte sich mit der Rolle von intermediären Akteuren in der Stadtentwicklung von den 1980ern bis heute.
Das Festival wurde von der Zeitschrift dérive gemeinsam mit Berliner stadtpolitischen Bewegungen veranstaltet. Die einzelnen Veranstaltungen lassen sich hier recherchieren: https://berlin.urbanize.at/

Bericht von: Stadt von Unten