Prävention und Gesundheitsförderung

März/ April 2018

Untersuchung eines Patienten mit Ultraschall
Bild: Christoph Droste/ pixelio.de

Brigitte Foerster

Was ist Prävention und warum ist sie so wichtig?

Präventionsmaßnahmen dienen dazu, bereits in der Gegenwart etwas zu unternehmen, um unerwünschte Zustände in der Zukunft zu vermeiden. Das bedeutet, durch gezielte Maßnahmen das Auftreten von Krankheiten oder unerwünschten physischen oder psychischen Zuständen weniger wahrscheinlich zu machen, zu verhindern oder zu verzögern.

Die Primärprävention umfasst alle jene Maßnahmen, die vor dem Erstauftreten eines unerwünschten Zustandes, wie einer Erkrankung, durchgeführt werden, wie z.B. Impfungen oder Interventionsprogramme in der Grundschule.
Die Sekundärprävention dient der Krankheitsfrüherkennung und Krankheitseindämmung. Durch das therapeutische Eingreifen kann das Fortschreiten der Krankheit verhindert oder zumindest abgeschwächt werden, z. B. Krankheitsfrüherkennungsuntersuchungen.
Die Tertiärprävention liegt immer dann vor, wenn eine Krankheit oder ein unerwünschter Zustand bereits manifest geworden ist. Hier geht es darum, die Konsequenzen einer Krankheit in ihrer Intensität zu mildern, Folgeschäden zu vermeiden und Rückfällen vorzubeugen.

Literatur: Lehrbuch Prävention und Gesundheitsförderung

Die Krankheitsprävention bedeutet im Wortsinn, einer Krankheit zuvorkommen, um sie zu verhindern. Damit verbunden sind natürlich Kosten, die insbesondere bei der Primärprävention nicht anfallen, bzw. sich auf ein Mindestmaß beschränken. Der größte Teil der einzusparenden Kosten liegt im Bereich der Volkskrankheiten. Hier sind die Zahlen der Krankheits- und Todesfälle ständig steigend. Das enorme Anwachsen der Ausgaben im Gesundheitswesen führt zu Beitragserhöhungen der Krankenversicherten.

Kosten im Gesundheitswesen zu sparen ist das Ziel. Diese Forderung erfüllt sich jedoch nur, wenn keine Verordnungen und weniger Einweisungen in Krankenhäuser fällig werden. Dazu muss die Primärprävention wirklich umgesetzt werden! Die Umsetzung beginnt bereits im Kindesalter, in der Erziehung, in der Ernährung, in Bildung und Vorbildwirkung durch die Eltern (z. B. keine Gewichts-, Alkohol- und Drogenprobleme).

Die Krankheit Nr. 1 sind die Herz-Kreislauferkrankungen, ständig steigend!
Auch hier und bei vielen anderen Erkrankungen hat die Primärprävention noch keinen Einzug gehalten. Dabei sind die meisten Volkskrankheiten wie Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes mellitus Typ 2, Osteoporose usw. eine Folge der Mangelversorgung von Millionen Körperzellen.

Die Zellen unseres Körpers erfüllen eine Vielzahl von Funktionen: Drüsenzellen produzieren Hormone. Weiße Blutkörperchen stellen Antikörper her und Herzmuskelzellen erzeugen elektrische Energie für den Herzschlag. Somit ist die Versorung unseres Körpers mit Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und bestimmten Aminosäuren von besonderer Bedeutung. Ohne diese Zufuhr dieser Bioenergieträger kommt es zu Mangelfunktionen von Zellen, zur Fehlfunktion von Organen und dadurch zur Erkrankung. Es stehen also die Ernährung und Bildung darüber für uns im Vordergrund und müssen für den täglichen Umgang mit unserem Körper in Einklang stehen.

Bei der gesundheitlichen Bildung steht uns das Cell-World-Center in Berlin, Wallstraße 2, kostenlos zur Verfügung. Die Vorträge sind ganz aktueller Natur, alle Fragen werden konstruktiv beantwortet. Diese Einrichtung sehe ich als einen wichtigen Schritt auf dem Wege zur Prävention in der Gesundheitsförderung.

Am 7. Oktober 2017 gab es im Fernsehen, 3 Sat, Scobel, folgende Information:
„Das Gesundheitssystem hat sich zu einer Gesundheitsindustrie entwickelt und verliert das Wichtigste aus den Augen, das Wohl des Patienten!
Ein überbürokratisiertes, unsolidarisches und ungerechtes System der Finanzierung, die wachsende Monopolisierung von Kliniken zu rentablen Unternehmen, die vom Profitstreben gesteuert werden! Eine Entwicklung, die an vielen Stellen zu einer eklatanten medizinischen Fehl-/Mangel- bzw. Überversorgung führt! Was muss geschehen, damit die Medizin wieder eine Zukunft hat?“

Schlussfolgerung: Das Präventionsgesetz von 2016 ist noch nicht umgesetzt.
Ärzte, Therapeuten usw. müssen auf die eigene Verantwortung vorbereitet werden, die Prävention in der Ausübung ihrer Tätigkeit in den Vordergrund zu stellen und kein ökonomisches, sondern ausschließlich medizinisches Interesse einsetzen!