Komfort beim Shoppen

Januar Februar 2019

Karteikasten mit der Kartei Lieferung
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

von Edelgard Richter

Eine neue Idee greift um sich: Bereits Anfang dieses Jahres entwickelte die Arbeitsgemeinschaft City (AG City) gemeinsam mit dem Berliner Logistikunternehmen PIN Mail AG ein Lieferdienstkonzept, dass das Shoppen rund um den Kurfürstendamm für Bürger und Touristen komfortabler macht. Der klimafreundliche Zustelldienst „citybringer“ liefert den Kunden den Einkauf noch am gleichen Tag und zum vereinbarten Zeitpunkt nach Hause, ins Büro oder ins Hotel.

Wer also nach der Shoppingtour lieber ohne Gepäck weiterziehen möchte, in ein anderes Geschäft, ins Café oder zur Abendveranstaltung, muss die Einkauftaschen nicht mehr mitnehmen oder irgendwo deponieren, sondern empfängt sie später ganz bequem an der gewünschten Lieferadresse.

Der Service „citybringer“ ist ein Ergebnis aus den Überlegungen, die Aufenthaltsqualität am Standort City West zu verbessern. „Das Lieferwarenchaos auf den Busspuren und Radwegen, aber auch Emissionen lassen sich dadurch reduzieren. Die Kunden am Kurfürstendamm profitieren von mehr Komfort und Service beim Shoppen und die ansässigen Händler von einem Standortvorteil gegenüber anderen Einkaufsstraßen, aber auch im Wettbewerb mit dem Onlinehandel“, erklärte Carsten Gießler, Projektleiter „citybringer“ bei der PIN Mail AG.

Geschäfte wie „Bogner“ oder „Boutique Chateau Calissanne“ nutzen den Service bereits. Auch René Grevsmühl, Geschäftsführer von „Florale Welten“ bucht den Lieferdienst regelmäßig und ist zufrieden: „Wir wollten unseren Kunden eine umweltschonende Zustellung von frischen Blumensträußen bieten – auch bei spontanen Aufträgen, wenn es mal schnell gehen muss. „Die Fahrer von „citybringer“ sind im Vergleich zu anderen Diensten echt kompetent und zuverlässig – ein gutes Aushängeschild für unser Geschäft“, beschreibt er seine bisherigen Erfahrungen.

Doch was kostet der Service und wer bezahlt ihn? Gerade Onlineshops liefern häufig gratis und daran sind die Kunden gewöhnt. Erwarten sie das dann nicht auch beim Einkaufsbummel in der Stadt? – „Die Kunden sind durchaus bereit, für einen solchen Service zu zahlen. Denn die Same-Day-Lieferung, ohne Sorge darum, den Paketboten zu verpassen, wissen die Käufer zu schätzen“, so Klaus-Jürgen Meier, Vorstandsvorsitzender der AG City. Zum anderen ist es den Händlern selbst überlassen, wie sie das in ihren Geschäften handhaben.

Je nach Ladenkonzept und Zielgruppe bieten die Händler den Service komplett gratis an, knüpfen das Angebot an einen bestimmten Warenwert oder beteiligen ihre Kunden am Lieferpreis.
Das bisherige Liefergebiet für den „citybringer“ erstreckt sich von der Bismarckstraße bis in das südlichste Berlin und schließt den Hotellerie-Bereich rund um den Alexanderplatz ein. Wer als Hellersdorfer oder Köpenicker in der City West shoppen gehen und den Service nutzen möchte, muss sich noch etwas gedulden. Nach Angaben des Anbieters erweitert sich das Liefergebiet wöchentlich.

Was gleich auffällt – die „Citybringer“ heben sich optisch von anderen Lieferdiensten ab: Modisch gekleidete Zusteller, mit Chinohose und Schiebermütze, manövrieren moderne Lastenräder durch die Stadt und sind ein echter Hingucker.