Autofahrer ohne Führerschein verursacht Verkehrsunfall

Polizeimeldung vom 03.12.2019
Mitte

Nr. 2862
Ein Autofahrer, der verdächtigt wird, mehrere Straftaten gestern Nachmittag in Mitte begangen zu haben, ist Gegenstand eines Strafermittlungsverfahrens, das durch den Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 3 geführt wird. Zeugenaussagen zufolge soll kurz nach 16 Uhr der 33-jährige Fahrer eines Renault sich mit seinem Fahrzeug an einem Taxistand am Hauptbahnhof auf dem Europaplatz aufgehalten und somit den Taxibetrieb behindert haben. Ein 66-jähriger Taxifahrer soll den Mann gebeten haben, mit seinem Fahrzeug wegzufahren, woraufhin er von dem Angesprochenen bespuckt und beleidigt worden sein soll. Einem zu Hilfe eilenden Kollegen des Fahrers im Alter von 56 Jahren habe er mit der Faust ins Gesicht geschlagen und sich anschließend mit seinem Renault in Richtung Invalidenstraße entfernt. Dort wurde das Fahrzeug an einer roten Ampel von zwischenzeitlich alarmierten Einsatzkräften der Bundespolizei umstellt und der Fahrer gebeten auszusteigen. Hierzu öffnete einer der Beamten die Fahrertür. Der 33-Jährige fuhr plötzlich los, fuhr auf ein vor ihm stehendes Taxi auf und setzte zurück. Hierbei verletzte er neben einer im Taxi sitzenden Frau im Alter von 39 Jahren auch zwei Einsatzkräfte, die von dem Fahrzeug touchiert wurden. Dem Fahrer gelang es, sich mit seinem Pkw zu entfernen, wobei Beamtinnen und Beamte zur Seite springen mussten, um von dem Auto nicht erfasst zu werden. Im weiteren Verlauf seiner Flucht erreichte der Fahrer die Invalidenstraße, in der die Dienstkräfte der Bundespolizei erneut versuchten, ihn zu stellen. Der Mann flüchtete erneut, wobei er hupend über den Gehweg bis zur Minna-Cauer-Straße und anschließend in Richtung Heidestraße davonraste. Hier mussten Passanten zum Teil zur Seite springen, um nicht von dem Wagen erfasst zu werden. Ermittlungen der unfallaufnehmenden Beamten des Polizeiabschnitts 33 führten schließlich zur Namhaftmachung des Fahrers, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Er muss sich nun unter anderem wegen Körperverletzung und Unfallflucht verantworten.