Frau läuft auf Fahrbahn und greift Polizeikräfte an

Polizeimeldung vom 09.11.2019
Mitte

Nr. 2681
Eine Frau, die in der vergangenen Nacht in Moabit immer wieder auf die Straße lief, löste einen Polizeieinsatz aus. Gegen 0.30 Uhr wurden Polizistinnen und Polizisten in die Turmstraße alarmiert, nachdem die Frau mehrmals auf die Straße lief und Fahrzeugführer abbremsen mussten, um ein Zusammenstoß zu verhindern. Nach Eintreffen der Einsatzkräfte lief die 40-Jährige von der Straße auf dem Gehweg, griff eine am Fahrbahnrand stehende Glasflasche und schlug diese gegen eine Hauswand. Mit der abgebrochenen Flasche in der Hand bedrohte die Frau dann die Polizeibeamtinnen und -beamten und ging mehrmals auf diese zu. Zur Eigensicherung nahm ein Polizist seine Dienstwaffe in die Hand und richtete sie auf die 40-Jährige. Die Einsatzkräfte forderten die Frau anschließend mehrfach auf, die Flasche fallenzulassen. Diese Aufforderungen ignorierte sie und stach sich mit der abgebrochenen Flasche in eine Hand, sodass diese stark blutete. Der Polizeibeamte stecke daraufhin seine Dienstwaffe weg und versuchte, ihr die abgebrochene Flasche mit einem Mehrzweckstock aus der Hand zu schlagen. Daraufhin ging die Frau auf einen Polizisten zu, der zurückweichen musste. Anschließend setzten Polizeikräfte ein Reizstoffsprühgerät ein. Als die 40-Jährige den Kopf senkte, ergriffen sie die Polizistinnen und Polizisten. Die Frau hielt die abgebrochene Flasche weiter in der Hand, steckte ihren Daumen in den Flaschenhals und verletzte sich dabei an der anderen Hand. Kurz darauf gelang es den Kräften, die Finger der Frau zu lösen, ihr die Flasche wegzunehmen und ihr dann trotz Gegenwehr die Handfessel anzulegen. Im Anschluss wurde die 40-Jährige von Rettungskräften zunächst am Ort versorgt und dann zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, in dem ihr auch Blut abgenommen wurde. Bei dem Einsatz des Reizstoffsprühgeräts erlitt ein Polizeibeamter Augenreizungen und beendete nach ambulanter Behandlung seinen Dienst. Gegen die Frau leiteten die Polizeikräfte Strafermittlungsverfahren unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ein.