Durchsuchungen wegen Anlagebetruges

Polizeimeldung vom 08.02.2018
bundesweit

Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin
Nr. 0327
In insgesamt acht Städten oder Gemeinden wurden Montag zwölf Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial aufgefunden und Vermögen im Gesamtwert von mehr als 80 Millionen Euro vorläufig gesichert.
Den acht Beschuldigten wird vorgeworfen, in betrügerischer Absicht bei etwa 2300 Menschen in Deutschland und in der Schweiz Gelder in Höhe von ca. 300 Millionen Euro für ein Anlagemodell eingesammelt zu haben. Die Einzahlung der Beträge auf ein Treuhandkonto eines Wirtschaftsprüfers sollte dabei den Anlegern ein gewisses Sicherheitsgefühl suggerieren. Die tatsächliche Verwendung der Gelder aus dem Vermögen der Anleger wurde offenbar durch verschachtelte juristische Gestaltungen und Treuhandkonstruktionen gezielt verschleiert.
Den Anlegern und nunmehr Geschädigten zufolge wurden hohe Renditen versprochen, die mutmaßlich nicht erwirtschaftet wurden. Es besteht der Verdacht, dass Auszahlungen ausschließlich aus dem Vermögen neuer Anleger im Rahmen eines sogenannten Schneeballsystems generiert wurden.
Die Beschuldigten sollen ersten Erkenntnissen zufolge damit einen Schaden im hohen zweistelligen Millionenbereich verursacht haben. Die Ermittlungen dauern weiter an.