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Durchsuchungsbeschlüsse nach schwerem Bandendiebstahl und Hehlerei vollstreckt

Polizeimeldung vom 28.02.2018

bezirksübergreifend

Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin
Nr. 0478
Nach intensiven Ermittlungen des Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft Berlin zu einem schweren Bandendiebstahl und Hehlerei wurden gestern 19 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Bisherigen Ermittlungen zufolge sollen drei Männer am 8. Oktober 2017 gegen 21.30 Uhr in ein Bekleidungsgeschäft in der Fasanenstraße in Wilmersdorf eingebrochen sein und dort hochwertige Jacken entwendet haben, deren Wert im mittleren fünfstelligen Bereich lag. Die Ermittlungen führten zu einem damals 17-jährigen Intensivtäter, einem ein Jahr älteren Intensivtäter und einem damals 20 Jahre alten Mann als Tatverdächtige. Der Ältere hat die deutsche Staatsangehörigkeit, die beiden Jüngeren sind Angehörige arabischer Großfamilien mit ungeklärten Staatsangehörigkeiten.

Den 20-Jährigen nahmen Polizisten bei einem versuchten Einbruch in ein Mobilfunkgeschäft in der Breite Straße in Spandau am 12. Oktober 2017 vorläufig fest. Einem Mittäter war die Flucht gelungen. Vor dem Geschäft stand das Fluchtfahrzeug, ein Audi A6, mit laufendem Motor. Der Wagen wurde beschlagnahmt und zum Sicherstellungsgelände in die Cecilienstraße gebracht. Der Festgenommene wurde zur Gefangenensammelstelle gebracht, erkennungsdienstlich behandelt und nach Abschluss der Maßnahmen nach Rücksprache mit dem Bereitschaftsstaatsanwalt entlassen.
Nach der Tat war der beschlagnahmte Audi in der Nacht vom 13. zum 14. Oktober 2017 vom Sicherstellungsgelände in der Cecilienstraße gestohlen worden. Ende November wurde der Wagen an einer Bundesstraße in Niedersachsen gefunden und beschlagnahmt.

Der 18-Jährige war am 9. Januar 2018 als mutmaßlicher Verkehrsrowdy in der Fasanenstraße aufgefallen. Er soll Polizisten zunächst beleidigt haben und dann gezielt auf die in der Absperrung stehenden Polizisten zugefahren sein. Bei der anschließenden Festnahme soll der Autofahrer dann Widerstand geleistet haben. Sein Führerschein war beschlagnahmt worden. An diesem Tag war er unter anderem in Begleitung des damals 17-Jährigen, der im Verdacht steht, an dem Einbruch in das Bekleidungsgeschäft am 8. Oktober 2017 beteiligt gewesen zu sein.

Während der 17-Jährige, der nunmehr volljährig ist, eine Haftstrafe wegen eines Diebstahls antreten musste, nahmen Polizisten den 18-Jährigen am zurückliegenden Dienstag, 20. Februar 2018 an seiner Wohnanschrift fest. Es bestand wegen der am 9. Januar 2018 begangenen Straftaten ein Haftbefehl.

Neben den Wohn- und Aufenthaltsanschriften der drei Verdächtigen des schweren Bandendiebstahls wurden auch die Wohnungen von vier jungen Frauen wegen Hehlerei durchsucht. Bei den Maßnahmen an allen Anschriften war Beweismaterial, darunter auch am 8. Oktober 2017 entwendete Jacken, gefunden worden. Die Ermittlungen dauern an.

An den Durchsuchungsmaßnahmen waren rund 110 Beamte und Beamtinnen des Landeskriminalamtes Berlin, der Polizeidirektion 5 und einer Einsatzhundertschaft beteiligt. Unterstützt wurden die Kolleginnen und Kollegen von zwei Staatsanwältinnen, vier weiteren Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft Berlin und fünf Gemeindebeamten.

Erstmeldung Nr. 0077 vom 10. Januar 2018: Verkehrsrowdy beleidigte Polizisten
Beamte des Verkehrsdienstes haben gestern bei einem Verkehrsrowdy die Kennzeichen am Fahrzeug in Charlottenburg entstempelt und gegen ihn Strafermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Beleidigung sowie Bedrohung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. In der Fasanenstraße überprüften die Beamten gegen 13.30 Uhr den in einem Mercedes sitzenden 18-jährigen Intensivtäter. Im Fahrzeug saßen zu diesem Zeitpunkt seine beiden ebenfalls als Intensivtäter geführten Begleiter im Alter von 17 und 18 Jahren. Schon beim Herantreten an den Pkw beleidigte der junge Mann die Polizisten, bedrohte sie und verriegelte die Fahrzeugtüren. Mit Unterstützung weiterer Beamter der Direktion 2 und der Bereitschaftspolizei ließ sich der Verkehrsrüpel überzeugen und parkte seinen Pkw ein. Beim Einparkversuch soll der 18-Jährge gezielt und mit Hupsignal auf die in der Absperrung stehenden Polizisten zugefahren sein und kurz vorher abgebremst haben. Die Beamten zogen den Fahrer aus dem Auto, der sich nun gegen seine Festnahme wehrte. Der 18-Jährige erlitt bei seiner Festnahme leichte Verletzungen, die in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden mussten. Das Fahrzeug wurde wegen ungeklärter Eigentumsverhältnisse entstempelt und die Fahrzeugschlüssel sichergestellt. Seinen Führerschein musste der junge Mann ebenfalls den Polizisten überlassen. Hinsichtlich der Prüfung seiner charakterlichen Eignung zum Führen von Fahrzeugen im Straßenverkehr haben die Polizisten das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten informiert.