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Mann schlägt Verantwortlichen in Moschee und leistet Widerstand - Festnahme

Polizeimeldung vom 31.08.2017
Neukölln

Nr. 1975
Polizisten der Abschnitte 54 und 55 nahmen gestern Abend einen Mann in einer Moschee in Neukölln fest, nachdem er diese nicht verlassen wollte und einen Verantwortlichen geschlagen haben soll. Nach dem Gebet sollte die Moschee in der Flughafenstraße geschlossen werden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand weigerte sich der 33-Jährige jedoch, diese nach einer Aufforderung durch einen Verantwortlichen zu verlassen. Er habe den 66-Jährigen nach einer kurzen Diskussion angegriffen, indem er ihm mit der Faust in das Gesicht geschlagen und dadurch leicht verletzt haben soll. Der Angegriffene flüchtete daraufhin nach draußen und versuchte, das Zugangstor zur Moschee zu verschließen. Der Tatverdächtige verhinderte dies mit Gewalt, woraufhin das Tor beschädigt wurde und sich nicht mehr schließen ließ. Dem 66-Jährigen gelang schließlich die Flucht auf die Flughafenstraße und sein Angreifer lief zurück in die Moschee. Ein Zeuge, der das Geschehen beobachtet hatte, rief schließlich die Polizei. Die Beamten entdeckten den 33-Jährigen gegen 22.35 Uhr in einem Gebetsraum in der Moschee und sprachen ihn an. Daraufhin ging er auf die Polizisten zu und versuchte einen von ihnen mit der Faust in das Gesicht zu schlagen. Der Beamte konnte ausweichen und es gelang, den Renitenten zu Boden zu bringen. Dieser leistete erheblichen Widerstand und biss einem Polizeibeamten in den Arm. Um den Biss zu lösen, setzten sie den Mehrzweckstock ein. Das gelang schließlich, woraufhin er sich losriss und nun Klappstühle griff, diese herumschleuderte und auf die Einsatzkräfte warf. Die Polizisten setzten nun das Reizstoffsprühgerät ein und konnten ihn überwältigen und schließlich festnehmen. Er wurde wegen seines psychischen Zustandes einer diensthabenden Psychiaterin in einem Krankenhaus vorgestellt, die ihn in die entsprechende Station der Klinik einwies. Fünf Polizeibeamte wurden bei dem Einsatz verletzt, wovon zwei nach einer ambulanten Behandlung ihren Dienst vorzeitig beenden mussten. Die anderen drei setzten ihren Dienst fort. Während des Einsatzes musste die Flughafenstraße in der Zeit von 22.50 Uhr bis 23.10 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden.