Mutmaßlicher Trickbetrug aufgeflogen

Polizeimeldung vom 19.08.2017
Spandau

Nr. 1885
Polizisten nahmen gestern Nachmittag in Staaken eine mutmaßliche Trickbetrügerin fest. Nach Zeugenfeststellungen soll in einem Haus im Billstedter Pfad folgendes geschehen sein: Gegen 14.30 Uhr erhielt eine 59-jährige Frau von einem unbekannten Mann einen Anruf, der sich am Telefon als ihr Sohn ausgab. Der vermeintliche Sohn gab vor, für eine besondere Anschaffung eine große Geldsumme zu benötigen. Die Angerufene erkannte den Schwindel und täuschte dem Mann vor auf den Schwindel einzugehen. Gleichzeitig alarmierte jedoch ihr gleichaltriger Ehemann die Polizei. Der Telefonbetrüger teilte im weiteren Verlauf mit, dass seine Sekretärin kommen werde, um das Geld abzuholen. Als diese wenig später vor dem Haus erschien, begab sich die 59-Jährige auf die Straße und sprach die Frau an. Sie bekam nun von der Tatverdächtigen ein Telefon überreicht, um mit dem vermeintlichen Sohn zu telefonieren. Dieser bestätigte der Dame, dass es sich bei der Frau um die angekündigte Sekretärin handeln solle und sie ihr vertrauen könne. Daraufhin überreichte die 59-Jährige eine Tüte mit dem vermeintlichen Geld. Diese steckte die Tatverdächtige ein und entfernte sich. Ermittler der Kriminalpolizei der Polizeidirektion 2, die sich in Tatortnähe versteckt hielten, nahmen die Abholerin im Alter von 24 Jahren noch in der Nähe des Billstedter Pfades fest. Bei ihr fanden die Ermittler auch die Tüte mit dem vermeintlichen Geld. Die mutmaßliche und polizeibekannte Betrügerin wurde erkennungsdienstlich behandelt und dem Landeskriminalamt überstellt. Sie sieht nun einem Strafermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Trickbetruges entgegen. Die Ermittlungen zu ihrem Komplizen dauern an.

Die Polizei Berlin rät:

  • Bei Anrufen angeblicher Verwandter (z. B. Enkel, Sohn oder Tochter) wegen finanzieller Notlage unter deren bekannter üblicher – nicht der vom Anrufer angegebenen – Telefon- oder Handynummer anrufen und den Sachverhalt mit den Verwandten klären.
  • Bei nicht zu klärendem Sachverhalt sofort die Polizei informieren und das weitere Vorgehen absprechen.
  • Fremden, die als Vertrauensperson angeblicher Verwandter kommen, niemals Geld oder Wertgegenstände aushändigen.
  • Anzeige auch dann erstatten, wenn man schon auf den “Enkeltrick” hereingefallen ist.

Tipps, wie Sie sich vor Trickbetrügern beziehungsweise -dieben schützen können und zur Seniorensicherheit, erhalten Sie im Internet unter den Links Prävention und Polizeiberatung sowie bei dem Ansprechpartner für Seniorensicherheit des Landeskriminalamtes im Columbiadamm 4 in Tempelhof unter der Telefonnummer (030) 4664 – 979 222.