Versuchter „Enkeltrick“ – Jugendliche festgenommen

Polizeimeldung vom 12.05.2017
Spandau

Nr. 1083
Im Ortsteil Wilhelmstadt wurde gestern Nachmittag eine mutmaßliche Trickbetrügerin festgenommen. Gegen 16 Uhr erhielten Polizisten des Polizeiabschnittes 23 den Auftrag, in die Ruhlebener Straße zu fahren. Von dort hatte ein 82-jähriger Mann die Polizei alarmiert, nachdem er einen Anruf erhalten hatte. In diesem Telefonat gab sich ein ihm Unbekannter als ein Freund eines Bekannten aus und bat um eine höhere Geldsumme. Zur Abholung avisierte er eine Frau. Die alarmierten Beamten zogen nun Kollegen in Zivil hinzu. Der 82-Jährige gab zwischenzeitlich vor, der Geldübergabe zuzustimmen, holte das nötige Geld von seiner Bank und fuhr zum verabredeten Übergabeort. Dort wurde die Abholerin festgenommen werden, nachdem sie sich bei dem Senior als solche vorgestellt hatte. Die 16-Jährige wurde in eine Gefangenensammelstelle gebracht und einem Fachkommissariat des Landeskriminalamtes überstellt. Der 82-Jährige konnte anschließend sein Geld wieder bei seiner Bank einzahlen.

Im diesem Zusammenhang rät die Polizei Berlin:

  • Bei Anrufen angeblicher Verwandter (Enkel) in finanzieller Notlage unter deren bekannter üblicher – nicht der vom Anrufer angegebenen – Telefon- oder Handynummer zurückrufen und den Sachverhalt zu klären versuchen.
  • Bei so nicht zu klärendem Sachverhalt sofort die Polizei informieren und weiteres Vorgehen absprechen.
  • Fremden, die als Vertrauensperson angeblicher Verwandter kommen, niemals Bargeld oder Wertgegenstände aushändigen.
  • Anzeige auch erstatten, wenn man schon auf den “Enkeltrick” hereingefallen ist.

Weitere Tipps, wie Sie sich vor Trickbetrügern beziehungsweise –dieben schützen können, und zur Seniorensicherheit, erhalten Sie hier oder hier sowie bei dem Ansprechpartner für Seniorensicherheit des Landeskriminalamtes Berlin im Columbiadamm 4 in Tempelhof unter der Telefonnummer (030) 4664-979222.