Ausgespäht und abgezockt

Polizeimeldung vom 05.05.2017
Spandau

Nr. 1037
Opfer von kriminellen Betrügern wurden zwei Seniorinnen in einer Bankfiliale in Spandau, als sie an einem Kontoauszugsdrucker tätig waren.

In beiden Fällen spähten die Unbekannten die PIN-Nummern aus und hoben, noch während die Seniorinnen sich in der Nähe befanden, Geld am Geldautomaten ab.

Eine zu diesem Zeitpunkt 81-jährige Frau befand sich am Samstag, 26. November 2016, gegen 10.40 Uhr in der Filiale in der Carl-Schurz-Straße am Kontoauszugsdrucker und wurde von einem Unbekannten angesprochen und offensichtlich so geschickt abgelenkt, dass sein Komplize mit ihrer EC-Karte Geld abhob. Anschließend wurde der betagten Frau unbemerkt die Karte wieder zugesteckt.

Gleicher Modus Operandi von demselben Duo geschah kurze Zeit später gegen 11 Uhr in derselben Bankfiliale. Eine 78-jährige Frau wurde angesprochen und abgelenkt. Währenddessen griff sich der Komplize diesmal die aus dem Automaten kommende EC-Karte und hob mit der zuvor ausgespähten PIN Geld ab.
Beide Seniorinnen haben erst später die Geldabhebung bemerkt und Anzeige erstattet.

Tipps der Polizei Berlin

  • Achten Sie darauf, dass die Eingabe Ihrer PIN nicht von anderen beobachtet werden kann. Sorgen Sie für einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum nächsten Kunden.
  • Decken Sie während der PIN-Eingabe das Tastaturfeld mit der anderen Hand oder einem Gegenstand (z. B. Geldbörse, Blatt Papier) als Sichtschutz vollständig ab. Das erschwert das “Ausspähen” per Kamera oder Foto-Handy erheblich.

Weitere Tipps

  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge und wenden Sie sich bei Auffälligkeiten sofort an Ihre Bank.
  • Bei dem Verdacht der Ausspähung Ihrer Kartendaten lassen Sie bitte umgehend die Karte über Ihre Bank bzw. den bundesweiten Sperrnotruf 116 116 sperren und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Weitere Hinweise zum Thema Seniorensicherheit finden Sie hier.