Zeugin meldet Autorennen

Polizeimeldung vom 30.04.2017
Pankow

Nr. 0996
Eine Autofahrerin hat gestern Mittag den Notruf der Polizei Berlin gewählt und ein mutmaßliches Autorennen in Prenzlauer Berg gemeldet. Nach Angaben der Anruferin war sie gegen 13 Uhr mit ihrem Wagen in der Danziger Straße in Richtung Greifswalder Straße im mittleren Fahrstreifen unterwegs. In Höhe Volkspark Friedrichshain fuhren an ihr links ein Chevrolet Camaro und zur gleichen Zeit rechts ein Audi A3 vorbei. Dabei sollen sie sehr schnell und rasant gefahren sein. An der Kniprodestraße mussten beide Wagen bei Rot anhalten. Als die Ampel auf Grün umsprang, sollen beide Autos mit quietschenden Reifen angefahren sein und leisteten sich offenbar ein Autorennen. Die Fahrweise und das –verhalten der beiden Fahrer setzte sich bis zur Greifswalder Straße fort, woraufhin die Autofahrerin die Polizei alarmierte. Beide Fahrzeuge bogen rechts in die Greifswalder Straße ab und rasten in Richtung Storkower Straße davon. Polizisten hielten daraufhin Ausschau nach den beiden Autorennteilnehmern und entdeckten in der Prenzlauer Promenade den Chevrolet Camaro. Sie folgten dem Auto, setzten sich auf der BAB 114 kurz hinter der Anschlussstelle Pasewalker Straße vor den Chevrolet Camaro und forderten den Fahrer auf ihnen zu folgen. Dieser ignorierte die Aufforderung, wechselte in den linken Fahrstreifen und fuhr mit hoher Geschwindigkeit weg. Die Polizeibeamten folgten dem Wagen erneut und konnten beobachten, dass der Wagen mehrmals rechts Fahrzeuge überholte. An der Schönerlinder Straße verließ der Camaro-Fahrer die Autobahn, setzte seine Fahrt fort und landete aufgrund einer Baustelle in einer Sackgasse. Der Fahrer wendete sein Fahrzeug und wollte wieder auf die BAB 114 auffahren. Die Beamten stellten ihren Funkwagen in den Weg und konnten somit den Fahrer des Camaro zum Anhalten bewegen. Sie kontrollierten die beiden Insassen und beschlagnahmten den Führerschein des 23-jährigen Fahrers. Anschließend wurden er sowie sein 24 Jahre alter Begleiter entlassen. Die Ermittlungen zur Straßenverkehrsgefährdung und zum Audi dauern an.