Polizeilicher Schusswaffeneinsatz nach Bedrohung

Polizeimeldung vom 28.04.2017
Friedrichshain-Kreuzberg

Nr. 0982
Nach der Bedrohung von Polizeikräften durch einen Mann in den gestrigen Nachmittagsstunden können die Erstinformationen präzisiert bzw. korrigiert werden. Nach den derzeitigen Ermittlungen soll sich der Vorfall wie folgt ereignet haben: Die Besatzung eines Funkwagens war für Ermittlungen im Klinikum in der Kreuzberger Dieffenbachstraße. Als sie gegen 15.40 Uhr das Krankenhaus verließen, kam plötzlich ein Mann auf sie zu und richtete eine Schusswaffe auf die drei Polizeikräfte. Trotz mehrmaliger Aufforderung, die Waffe fallen zu lassen, und der Androhung des Schusswaffengebrauchs zielte er weiter auf die Beamten. Daraufhin gab einer der Polizisten einen Schuss auf den Angreifer ab. Der Schuss traf den 26-jährigen Mann im Bereich des Unterbauchs und verletzte ihn schwer. Er wurde sofort operiert; Lebensgefahr besteht jedoch nicht.
Wie in allen Fällen, bei denen Personen durch den Schusswaffeneinsatz von Polizisten verletzt werden, hat eine Mordkommission die Ermittlungen übernommen. Wie sich bei den anschließenden Ermittlungen herausstellte, handelte es sich bei der Waffe des 26-Jährigen um eine Schreckschusswaffe.
Der bereits wegen Waffendelikten bei der Polizei bekannte Mann soll wegen seines psychischen Zustands einem Amtsarzt für eine Unterbringung vorgestellt werden.