Überfälle auf drei Geschäfte und eine Kneipe

Polizeimeldung vom 07.02.2017
bezirksübergreifend

Charlottenburg-Wilmersdorf / Neukölln / Mitte / Pankow
Gestern sind in Charlottenburg, Neukölln, Mitte und Prenzlauer Berg drei Geschäfte und eine Kneipe überfallen worden. Vier Frauen und ein Mann wurden leicht verletzt. Die Raubkommissariate der Polizeidirektionen 2, 5, 3 und 1 führen die Ermittlungen.

Nr. 0254
Kurz vor 18 Uhr betraten Aussagen zufolge zwei maskierte Männer einen Zeitungsladen im Kaiserdamm in Charlottenburg sollen den 69-jährigen Inhaber mit einem Hammer bedroht und Geld gefordert haben. Dem Bedrohten gelang die Flucht aus seinem Geschäft und er alarmierte die Polizei. Die Räuber flüchteten kurz darauf, hatten zuvor jedoch das Geld aus der Kasse genommen. Eine Suche nach den Tätern verlief erfolglos. Der Zeitungsladenbesitzer wurde nicht verletzt.

Nr. 0255
Ermittlungen zufolge betraten gestern Abend gegen 19 Uhr drei mit einer Schusswaffe und zwei Messern bewaffnete Männer die Kneipe im Neuköllner Kiehlufer und stießen die 72-jährige Wirtin sofort zu Boden. Ein Täter forderte die Inhaberin auf liegen zu bleiben und habe die Schusswaffe in ihre Richtung gehalten. Zeitgleich bedrohte ein Komplize eine 54-Jährige, die Gast in dem Lokal war, mit einem Messer. Die 54-Jährige versuchte reflexartig, das Messer abzuwehren und erlitt dabei eine leichte Schnittverletzung an einer Hand. Der Dritte nahm sich währenddessen das Geld aus der Handtasche der Kneipenbesitzerin. Anschließend verließ das maskierte Räuber-Trio die Kneipe. Die 72-Jährige verletzte sich bei dem Sturz auf den Boden am Knie. Rettungssanitäter waren am Ort.

Nr. 0256
Ein Unbekannter betrat gegen 20 Uhr ein Handygeschäft am Alexanderplatz und soll mit einer Schusswaffe einen 23 Jahre alten Angestellten bedroht haben. Anschließend forderte der Täter von ihm und seinem Kollegen die Tageseinnahmen. Außerdem mussten die Mitarbeiter dem Räuber noch Handys aushändigen. Mit der Beute ergriff der Mann dann die Flucht. Die Angestellten blieben unverletzt.

Nr. 0257
Nach den bisherigen Erkenntnissen öffnete ein 24-jähriger Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes nach Ladenschluss gegen 22.10 Uhr die Eingangstür eines Supermarktes in der Pasteurstraße in Prenzlauer Berg, um eine Mitarbeiterin aus dem Geschäft zu lassen. Plötzlich sei er von hinten von einem maskierten Mann festgehalten, mit einer Schusswaffe bedroht und gezwungen worden, in das Büro zu gehen. Eine 38-jährige Angestellte eines Backshops, die gerade dabei war Feierabend zu machen, musste ebenfalls mit dem Täter in das Büro des Geschäfts gehen. Dort befand sich eine 31-jährige Mitarbeiterin des Supermarktes, die die Abrechnung machte. Der Bewaffnete forderte die zwei Frauen und den Security-Mitarbeiter auf, sich auf den Boden zu legen. Nachdem die drei der Aufforderung nachgekommen waren, traten zwei maskierte Komplizen in das Büro und nahmen die Tageseinnahmen an sich. Anschließend musste der Sicherheitsdienstmitarbeiter das Räuber-Trio zum Ausgang begleiten. Die Täter ergriffen die Flucht und ließen den 24-Jährigen zurück. Die drei Überfallenen erlitten einen Schock und wurden zunächst von Rettungssanitätern am Ort behandelt. Später übernahm die Betreuung der Opfer ein Kriseninterventionsteam.