14-Jährige zeigt fremdenfeindlichen Vorfall an – neue Erkenntnisse

Polizeimeldung vom 02.12.2016
Treptow - Köpenick

Nr. 2921
Im Falle eines angezeigten fremdenfeindlichen Vorfalls stellt sich der Ablauf nach den derzeitigen Ermittlungen des Polizeilichen Staatsschutzes anders dar.
Wie berichtet hatte eine 14-Jährige angezeigt, sie sei am Dienstag, den 29. November 2016, aufgrund ihres Kopftuches von dem Fahrer einer Tram in Friedrichshagen aufgefordert worden, die Bahn zu verlassen.
Inzwischen gaben mehrere Zeugen des Vorfalls gegenüber der Polizei an, die 14-Jährige sei, ebenso wie drei weitere Fahrgäste, von dem Fahrer aufgefordert worden auszusteigen, weil sie entgegen der Beförderungsbedingungen in der Bahn aß. Erst als sie als einzige der Angesprochenen auch nach mehrmaliger Ansage nicht auf die Aufforderung des Fahrers reagiert habe, hatte der Fahrer sie direkt angesprochen und hierbei als Unterscheidungsmerkmal ihr Kopftuch erwähnt.
Die Ermittlungen dauern an.

Erstmeldung Nr. 2899 vom 30.11.2016: 14-Jährige zeigt fremdenfeindlichen Vorfall an
In Friedrichshagen soll es gestern Nachmittag einen fremdenfeindlichen Vorfall in einer Straßenbahn gegeben haben. Eine 14-Jährige gab an, sie sei gegen 14.35 Uhr an der Haltestelle Bölschestraße in eine Bahn in Richtung S-Bahnhof Friedrichshagen gestiegen. Der Fahrer soll daraufhin über Lautsprecher eine Durchsage gemacht haben, dass sie wieder aussteigen solle, da niemand von ihm befördert würde, der ein Kopftuch trägt. Die Jugendliche gab an, sie hätte von keinem der anderen Fahrgäste Unterstützung erhalten und sei daraufhin verunsichert ausgestiegen. Anschließend hatte sie den Vorfall einer Erwachsenen mitgeteilt, die Anzeige erstattete. Die Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen.