Nach Messerattacke auf U-Bahnhof Klosterstraße - Tatverdächtige festgenommen

Polizeimeldung vom 14.05.2015
Mitte

Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin

Nr. 1167
In Zusammenhang mit dem gewalttätigen Übergriff am 9. Mai 2015 auf zwei junge Männer auf einem U-Bahnhof in Mitte führten die Ermittlungen des Polizeilichen Staatsschutzes zur Festnahme von zwei Tatverdächtigen. Heute früh wurden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin durch die Ermittler fünf Durchsuchungsbeschlüsse in Tempelhof und Schöneberg vollstreckt und zwei 18- und 19-Jährige festgenommen. Bisherigen Ermittlungen zufolge wurden zwei 24 und 25 Jahre alte Männer mongolischer Herkunft auf dem U-Bahnhof Alexanderplatz von einer circa 9-köpfigen Personengruppe heraus zunächst aufgrund ihres asiatischen Aussehens rassistisch beleidigt. Aus dieser Gruppe begaben sich fünf Personen mit den Geschädigten auf den Bahnsteig der Linie U2 und setzten dort ihre Beleidigungen fort. Dabei hielt einer der Täter bereits ein Messer in der Hand und bedrohte die Geschädigten. Im weiteren Verlauf bedrängten die Täter die beiden Opfer in der U-Bahn der Linie U2, schubsten und beleidigten sie. Am U-Bahnhof Klosterstraße drängte die Personengruppe die beiden Geschädigten aus der U-Bahn und schlug und trat auf die Opfer ein. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die Tatverdächtigen mit gemeinsamen Tatentschluss gehandelt haben. Dabei stach einer der Angreifer kurz darauf dem durch die Angriffe bereits erheblich geschwächten 25-Jährigen mit einem Messer in den Bauch. Anschließend stieß ein weiterer Täter den schwer Verletzten in das Gleisbett. Als der Freund des Opfers aus dem Gleisbett heraus Steine auf die Angreifer warf, flüchtete die Gruppe zunächst unerkannt aus dem U-Bahnhof. Nur durch zwei Notoperationen konnte dem 25-Jährigen das Leben gerettet werden. Durch die Auswertung der qualitativ guten Videoaufzeichnungen vom Bahnhof konnten durch Fahnder der Polizeidirektionen 3 und 4 die fünf polizeibekannten Tatverdächtigen identifiziert werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ ein Ermittlungsrichter Haftbefehle gegen vier Tatverdächtige im Alter zwischen 18 und 20 Jahren. Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamtes vollstreckten diese heute früh bei zwei der Tatverdächtigen. Nach den beiden noch flüchtigen 18 und 20 Jahre alten Tatverdächtigen wird jetzt gefahndet. Die Festgenommen sollen einem Ermittlungsrichter zur Verkündung der Haftbefehle vorgeführt werden.

Erstmeldung Nr. 1124 vom 9. Mai 2015 – Geschlagen und mit Messer schwer verletzt
Mit einem Messer wurde in der vergangenen Nacht ein Mann in Mitte schwer verletzt. Nach bisherigen Ermittlungen war ein 25-Jähriger gegen 2 Uhr mit seinem 24-jährigen Freund in der U-Bahn der Linie 2 unterwegs, als sie aus einer Personengruppe heraus angepöbelt wurden. Die Gruppe folgte den späteren Opfern, als diese am U-Bahnhof Klosterstraße ausstiegen. Hier schlugen und traten zwei Männer der acht bis neun-köpfigen Personengruppe auf den 25-Jährigen ein. Einer der Täter stach mit einem Messer in den Bauch des jungen Mannes, bevor die Schläger das Opfer mit mehreren Tritten in das Gleisbett stießen. Sein 24-jähriger Freund zog ihn dort anschließend wieder heraus, während die Täter aus dem U-Bahnhof flüchteten. Der 25-Jährige erlitt schwere Verletzungen, die noch auf dem Bahnsteig durch die alarmierten Polizisten und der Feuerwehr medizinisch versorgt wurden. Er kam in ein Krankenhaus, wo er notoperiert wurde. Sein Begleiter blieb unverletzt. Am Bahnsteig konnten die Polizisten Beweismittel sicherstellen. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat übernommen.