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Nach Verkehrsunfall verstorben

Polizeimeldung Nr. 2247 vom 24.09.2014

Friedrichshain-Kreuzberg/Tempelhof-Schöneberg
Ein junger Mann erlag gestern Nachmittag seiner schweren Verletzung, die er am vergangenen Sonntag in den frühen Morgenstunden in Kreuzberg bei einem Verkehrsunfall erlitten hatte.
Wie berichtet, war gegen 4.15 Uhr Beamten an der Potsdamer- Ecke Großgörschenstraße ein „Mercedes“ aufgefallen, der offensichtlich zu schnell unterwegs war und Fahrzeuge überholte. Die Polizisten versuchten daraufhin, den Wagen zu stoppen. Als der Fahrer dies bemerkte, gab er Gas. Die Polizeibeamten folgten daraufhin zunächst dem Flüchtenden mit dem Einsatzfahrzeug, verloren ihn jedoch an der Katzbach- Ecke Kreuzbergstraße aus den Augen.
Kurz darauf stand ein Funkwagen am Südstern an einer roten Ampel, als plötzlich an diesem der gesuchte Wagen vorbeifuhr und die Kreuzung bei „Rot“ passierte. Der Fahrer fuhr in Richtung Mehringdamm mit offensichtlich hoher Geschwindigkeit und mißachtete weitere rote Ampelsignale. An der Kreuzung Zossener Straße stieß der „Mercedes“ ersten Ermittlungen zufolge bei Rot mit einem von links kommenden Einsatzwagen zusammen, der die Gneisenaustraße mit eingeschaltetem Blaulicht bei Grün geradeaus überfahren wollte. Daraufhin schleuderte der „Mercedes“ gegen zwei geparkte Autos. Durch den Aufprall wurden weitere vier geparkte Autos und ein Baum beschädigt. Der „Mercedes“-Fahrer im Alter von 21 Jahren, der nicht im Besitz eines Führerscheins ist und der Polizei als Intensivtäter bekannt ist, wurde leicht verletzt und in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Dort musste er sich auch einer angeordneten Blutentnahme unterziehen, da er nach Alkohol roch. Im Anschluss wurde er zur Gefangenensammelstelle gebracht, da gegen ihn bereits ein Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen war. Der gleichaltrige Beifahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen und kam zur intensivmedizinischen Behandlung in ein Krankenhaus, wo er gestern Nachmittag verstarb. Während ein Polizeibeamter in dem gerammten Auto unverletzt blieb, erlitt der Andere eine Armverletzung, die ambulant behandelt wurde.
Der 21-jährige Mann ist der 37. Mensch, der im Jahr 2014 in Berlin infolge eines Verkehrsunfalls getötet wurde.