Snezana Michaelis über Wohnen in Berlin

Wohnen in Berlin: Es braucht genügend günstige Wohnungen

Snezana Michaelis
Snezana Michaelis
Bild: GEWOBAG Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin

Berlin ist die größte Stadt Deutschlands. Hier wohnen viele Menschen – und es werden jedes Jahr mehr. Aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt kommen sehr viele Menschen nach Berlin. Junge Leute kommen zum Studieren hierher. Anderen gefällt vor allem das große Angebot der Stadt. Und viele finden das Zusammenleben unterschiedlicher Menschen aus unterschiedlichen Kulturen toll. Außerdem hat Berlin viele Menschen aufgenommen, die aus ihrer Heimat geflohen sind. Berlin wächst schnell und wird das noch weiter tun.

Es braucht mehr bezahlbaren Wohnraum

Vor ein paar Jahren war es noch einfach, in Berlin eine Wohnung zu finden. Viele Wohnungen waren leer: Die Mieten waren günstiger als in anderen Großstädten. Weil Berlin so beliebt ist, hat sich das geändert. Inzwischen sind fast alle Wohnungen belegt. Die Mieten sind deutlich gestiegen. Deswegen ist es jetzt für viele Leute sehr schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu finden.

Berlin will diesen Leuten helfen: Damit auch Menschen mit wenig Geld die Chance auf eine passende Wohnung bekommen. Deshalb gibt es die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften: Das sind Unternehmen, die dem Bundesland Berlin gehören. Neben uns – der Gewobag – gibt es in Berlin noch fünf weitere Unternehmen dieser Ar. Wir sorgen auch in Zukunft für genügend günstige Wohnungen.

Wir vermieten viele Häuser in ganz Berlin. Und wir bauen neue Häuser und Wohnungen. Die Wohnungen planen wir so, dass alle ein passendes Zuhause finden: Familien, Studierende, ältere Leute. Wir bauen auch Häuser für Geflüchtete, die gerade erst angekommen sind. Wir achten genau darauf, was die Menschen brauchen. Dann passen wir die Wohnungen daran an. Einen großen Teil unserer Wohnungen vermieten wir an Leute mit wenig Geld. Das Land Berlin unterstützt uns dabei.

Gemeinschaft und Hilfe

Das Leben in einer so großen Stadt wie Berlin ist manchmal auch schwierig. Manche Leute fühlen sich allein oder unsicher. Wir möchten, dass sich unsere Mieterinnen und Mieter in ihrer Umgebung wohlfühlen. Deswegen veranstalten wir Nachbarschaftsfeste zum Kennenlernen. Wir verschönern zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern die Wohnanlagen. Und wir haben „Kiezstuben“ eröffnet: Hier können alle hinkommen, wenn sie Gesellschaft oder Hilfe brauchen. Schülerinnen und Schüler erhalten hier Hilfe bei den Hausaufgaben. Und Mieterinnen und Mieter können sich beraten lassen: Zum Beispiel, wenn sie einen Brief nicht verstehen. In vielen Quartieren bieten wir auch Deutschkurse an.

Viele Menschen kommen nach Berlin, weil man hier gut leben kann. Wir arbeiten dafür, dass das auch in Zukunft so bleibt.