Unterstützer

2.741 Freiwillige beteiligten sich an der Nacht der Solidarität, und auch viele Prominente aus Politik, Kultur und Wissenschaften haben die Zählung der Obdachlosen unterstützt. In den folgenden Erklärungen begründen sie, warum diese Aktion so wichtig und unterstützenswert ist.

Grußworte

Professorin Dr. h.c. Jutta Allmendinger, Ph.D
Bild: WZB/David Ausserhofer

“Die im Dunkeln sieht man nicht. Deshalb ist Zählen so wichtig und bedeutet eben nicht nur verwalten. Sondern viel mehr: Sichtbar machen, Ursachen ergründen, Hilfe vorbereiten, Würde geben.”
Professorin Dr. h.c. Jutta Allmendinger, Ph.D.
Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB)

Prof. Ingrid Stahmer
Bild: privat

“Es wird endlich Zeit, dass wir wissen, wie viele Menschen in Berlin auf den Straßen leben und kein Dach über dem Kopf haben. Die so genannte ‘Dunkelziffer’ muss aufgehellt werden, damit wir die richtigen Hilfen entwickeln können.”
Prof. Ingrid Stahmer

Katrin Schwabow, Bereichsleiterin
Bild: Die Hoffotografen GmbH

“Zwischen 4.000 und 10.000 Menschen leben bisherigen Schätzungen zufolge in unserer Stadt auf der Straße. Wie weit diese Zahlen auseinanderliegen zeigt, wie wichtig die Nacht der Solidarität ist. Es macht einen Unterschied, ob das Essen bei einer Party für 40 oder 100 Gäste reichen soll. Für die Obdachlosenhilfe gilt das ebenso. Damit nachhaltige Hilfe für die Menschen organisiert werden kann, die kein Zuhause haben – mit Schlafplätzen, Sozialarbeit, warmen Mahlzeiten, medizinischer Versorgung und der Möglichkeit einer heißen Dusche – braucht es dringend konkrete Zahlen. Die soll die Nacht der Solidarität nun bringen. Ehrenamtliche Helfer_innen werden nachts durch die Straßen ziehen und diejenigen zählen und befragen, die draußen schlafen.”
Katrin Schwabow
Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg

Prof. Dr. Ulrike Kostka
Bild: Caritas

“Die Zählung auf der Straße ist ein erster Baustein für eine richtige Wohnungslosenstatistik in Berlin. Machen Sie mit! Wir brauchen die Zahlen, um die notwendigen Angebote besser anpassen zu können.”
Prof. Dr. Ulrike Kostka, Direktorin des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin

Barbara Eschen
Bild: Fotostudio Ludwig

“Viele Menschen glauben, in Deutschland gäbe es keine absolute Armut. Dabei muss man in Berlin nur durch die Straßen laufen, dann sieht man sie überall: Menschen am äußersten Rand der Existenz, die Tag für Tag um ihr Überleben kämpfen.

Obdachlose zählen – das klingt zunächst mal kalt. Wir aber wollen hinsehen und wahrnehmen, wo die Menschen ohne Obdach sind, wie es ihnen geht. Wir wollen mit den Zahlen Strategien entwickeln, die den Menschen eine Perspektive bieten. Berlin muss klare Ziele zur Verringerung von Straßenobdachlosigkeit setzen. So wird es tatsächlich eine Nacht der Solidarität.”
Barbara Eschen
Direktorin Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e. V.

Volker Wieprecht
Bild: Cathrin Bach

Volker Wieprecht
rbb-Abendschau-Moderator
www.youtube.com

Barrie Kosky
Bild: Jan Windszus

“Wer Bedürftigen helfen will, muss wissen wer die Bedürftigen sind. Daher bitte: Zählen! Zählen! Zählen! Das ist das Mindeste, was wir für die Obdachlosen in Berlin tun können.”
Barrie Kosky
Intendant Komische Oper

Elke Breitenbach
Bild: SenIAS

Elke Breitenbach
Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales
www.youtube.com

Werner Gegenbauer
Bild: Hertha BSC

“Hertha BSC unterstützt dieses Projekt und alle Mitwirkenden. Es ist wichtig, sich solidarisch zu zeigen und den Menschen, die auf den Straßen unserer Stadt leben, Aufmerksamkeit zu schenken. Denn um die Hilfe an die realen Bedürfnisse anzupassen, benötigen wir aussagekräftige Zahlen.”
Werner Gegenbauer
Präsident Hertha

Christian Hoßbach
Bild: Lilli Zylka

“Gewerkschaften leben Solidarität, gerade wenn es schwierig wird. Viele von den Obdachlosen haben gearbeitet, waren Kolleginnen oder Kollegen, werden es hoffentlich wieder sein. Wir unterstützen die Nacht der Solidarität.”
Christian Hoßbach
Vorsitzender des DGB Bezirk Berlin-Brandenburg

Prof. Dr. Ralf-Bruno Zimmermann
Bild: privat

“Die ‘Nacht der Solidarität’ hat den richtigen Namen und wichtige Ziele, nämlich die Sensibilität für die in unserer Stadt lebenden wohnungslosen Menschen zu aktivieren und mehr zu erfahren darüber, wie viele Betroffene sich wo und warum aufhalten. Mit den Daten können wir die Hilfsangebote verbessern, indem wir sie noch gezielter auf die Bedürfnisse der Menschen ausrichten. Ich bin sehr erfreut darüber, wie viele bürgerschaftlich engagierte Berlinerinnen und Berliner sich an der Aktion beteiligen wollen, das zeigt, dass die Zivilgesellschaft in unserer Stadt stark ist.”
Prof. Dr. Ralf-Bruno Zimmermann, Präsident der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin

Annemie Vanackere
Bild: Dorothea Tuch

“Wer auf der Straße lebt, hat keinen Schutzraum. Und keine Lobby. ‘Schutzlos’ im buchstäblichen Sinne sind Obdachlose häufig Diskriminierung und zunehmend Gewalt ausgesetzt. Und jeden Winter sterben Menschen, weil sie keinen Platz zum Aufwärmen finden – weil sie ‘stören’ erfrieren sie. Und niemand weiß genau, wie viele ohne Wohnung auf der Straße leben müssen – in einem Land, wo sonst alles und jede*r bürokratisch erfasst und verwaltet wird. In dieser Nacht kann jede*r einen Beitrag leisten, das zu ändern. Ein Anfang.”
Annemie Vanackere
Intendantin HAU Hebbel am Ufer

Oliver Bürgel
Bild: Fotostudio Charlottenburg

“Die Berliner Arbeiterwohlfahrt unterstützt die Nacht der Solidarität sowohl inhaltlich fachlich als auch aktiv in der Umsetzung. So werden selbstverständlich auch Mitarbeiter*innen und Ehrenamtliche der AWO in den Bezirken unterwegs sein. Besonders gespannt sind wir auf die zahlenmäßigen Ergebnisse für Frauen, die obdachlos sind. Diese sind viel seltener auf der Straße anzutreffen als Männer, da sie sich vor (sexualisierten) gewalttätigen Übergriffen fürchten und schützen müssen. Frauen ohne Wohnung übernachten eher bei Freund*innen, Bekannten oder im niedrigschwelligen Hilfesystem, wie bspw. in Notschlafstellen. Diese erste Zählung kann jedoch nur ein Anfang sein, sie muss in jedem Fall fortgeführt und verstätigt werden. Nur so können wir valide Daten erhalten und so kann eine ‘Nacht’ der Solidarität zur dauerhaften Verbesserung der Situation für Menschen ohne Wohnung beitragen.”
Oliver Bürgel
Geschäftsführer des Arbeiterwohlfahrt
Landesverbandes Berlin e. V.

Dr. Gabriele Schlimper
Bild: William Glucroft

“Berlinerinnen und Berliner werden aktiv und gehen auf die Straße, um Obdachlose zu zählen. Sie zeigen damit ihre Solidarität und ihr persönliches Engagement. Denn sie tragen dazu bei, durch die genaueren Zahlen die Hilfen für Menschen zu verbessern, die keine Wohnung haben. Herzlichen Dank an alle, die sich an der Nacht der Solidarität beteiligen!”
Dr. Gabriele Schlimper
Geschäftsführerin
Der Paritätische Berlin

Peter Buchner
Bild: Christiane Flechtner

“Die Nacht der Solidarität ist ein unschätzbar wichtiges Projekt.
Denn die wachsende Zahl von Obdachlosen in der Stadt geht uns alle an. Und nur, wenn sich Berlin ein genaues Bild der Lage macht, wird es uns gelingen, dem Trend entgegen zu wirken.”
Peter Buchner
Vorsitzender der Geschäftsführung
S-Bahn Berlin

Erzbischof Dr. Heiner Koch
Bild: Angela Kröll

“Ich unterstütze die Zählung von obdachlosen Menschen auf den Straßen Berlins und werde mich selbst daran beteiligen. Es ist höchste Zeit, zu wissen, wie viele unter Brücken, in Hauseingängen und in Parks unserer Hauptstadt leben. Wir müssen genauer hinsehen, um uns die Not und das Schicksal derer bewusst zu machen, die unsere Hilfe brauchen. Es ist wichtig, sich gemeinsam dafür einzusetzen, diejenigen, die am Rande der Gesellschaft leben, wieder in unsere Mitte zu holen. Dafür ist die Nacht der Solidarität ein wichtiger Schritt.”
Erzbischof Dr. Heiner Koch

Tim Florian Horn
Bild: Axel Kuhlmann

“Für die Erforschung des Kosmos ist die Dunkelheit, ist jede klare, kalte Nacht ein Freund, der mit großer Spannung erwartet wird. Es ist die Faszination des gestirnten Himmels, die uns Menschen zu den großen Fragen des Universums angeregt hat. Für eine gar nicht so kleine Zahl von Menschen in unserer Stadt ist die Nacht jedoch etwas, vor der sie Schutz benötigen, es für sie gar um Leben oder Tod geht. Es ist daher ein Muss für die Stiftung Planetarium Berlin die Nacht der Solidarität mit all ihrer Strahlkraft zu unterstützen.”
Tim Florian Horn
Direktor
Stiftung Planetarium Berlin

Dr. Berndt Schmidt
Bild: Patrick Gutsche

“Insbesondere in den kalten Wintermonaten brauchen obdachlose Menschen unsere Hilfe. Wir dürfen die Augen nicht vor ihrer Not verschließen. Die erste ‚Nacht der Solidarität‘ in Berlin ist ein wichtiger Schritt, um die Schwächsten der Gesellschaft gezielter zu unterstützen. Auch Sie können Ihren persönlichen Beitrag dazu leisten, dass sich die Situation der Obdachlosen verbessert.”
Dr. Berndt Schmidt
Intendant
Friedrichstadt-Palast Berlin

Logo Verband für sozial-kulturelle Arbeit e. V.
Bild: VskA

“Hinschauen können Aktive im Nachbarschaftshaus besonders gut, darum unterstützt der V**skA Berlin die #NachtderSolidarität und daher bringen sich die Berliner Stadtteilzentren als Zählbüros aktiv in die Obdachlosenzählung mit ein. Stadtteilzentren zeigen zudem ihre Solidarität und bereichern die Zählung durch helfende Aktionen und Gesprächs- und Kulturveranstaltungen in der Nachbarschaft.”
Barbara Rehbehn
Geschäftsführerin und Projektleitung
VskA // Verband für sozial-kulturelle Arbeit e. V

Dr. Rolf Erfurt
Bild: BVG

“Gern unterstützen wir diese für Berlin wichtige Aktion. Ein genauer Überblick ist die Grundlage, damit den Menschen auf Berlins Straßen gezielt geholfen werden kann.”
Dr. Rolf Erfurt
BVG-Vorstand Betrieb

Elke Büdenbender
Bild: Bundespresseamt / Steffen Kugler

“Jeder Mensch will gesehen werden. Jeder Mensch hat auch das Recht darauf, gesehen zu werden. Genau deshalb sehen wir hin!

Und wir tun dies nicht nur bei denen, die vermeintlich auf der Sonnenseite des Lebens stehen, sondern in der Nacht der Solidarität auch bei all den Frauen und Männern, Alt und Jung, von hier und von weit her, die jeden Tag und jede Nacht auf der Straße Herausforderungen gegenüber stehen, mit denen niemand konfrontiert sein sollte!

Damit wir Solidarität zeigen und das Leben unserer Mitmenschen zu einem besseren machen können, müssen wir wissen, wer wo wie und auf welche Weise mit Härten konfrontiert wird. Ich danke für die großartige Initiative der „Nacht der Solidarität“ und allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern von Herzen!”
Elke Büdenbender

Chor Different Voices of Berlin
Bild: privat

“Zunächst hielt ich das angekündigte Zählen der Obdachlosen in Berlin für einen Verwaltungsakt, Beamte schwirren aus und führen Strichlisten. Aber dann hieß es: „Nacht der Solidarität“. Solidarität mit Strichliste? Und nicht Beamte sollten zählen, sondern ich und du. Und nicht nur zählen, sondern eventuell Kontakt mit Obdachlosen aufnehmen – wenn es denn gewünscht wird. Mich hat es gefreut, dass den Obdachlosen mit Respekt begegnet werden soll. Eine Aktion der Stadtgesellschaft, kein bürokratischer Akt. Glückwunsch!”
Jocelyn B. Smith und Chor Different Voices of Berlin

Bettina Völter
Bild: ASH Berlin

“Die Nacht der Solidarität ist ein wunderbares Beispiel für eine gelungene interdisziplinäre Zusammenarbeit: Angeregt durch unsere Professorin Susanne Gerull haben weitere Wissenschaftler_innen, Politiker_innen, Praktiker_innen aus der Senatsverwaltung, den Bezirken und der freien Wohlfahrtspflege sowie Menschen mit Wohnungslosenerfahrung das Konzept konkretisiert und die Umsetzung geplant. Nach dem 29.01. kann dank der vielen Freiwilligen – auch aus unserer Hochschule – erstmals eine Strategie zur Überwindung von Straßenwohnungslosigkeit auf Grundlage belastbarer Daten erarbeitet werden.”
Prof. Dr. Bettina Völter
Rektorin der Alice Salomon Hochschule Berlin

Ayşe Demir
Bild: TBB

“Im wohlhabenden Deutschland, somit auch in der Weltmetropole Berlin, müssen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen keine Wohnung haben, auf der Straße leben. Es liegt in der Verantwortung des Sozialstaates, ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Eine erste Voraussetzung dafür ist, zu wissen, wie viele Menschen auf der Straße leben. Daher begrüßt der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) die bundesweit erste Zählung der Obdachlosen auf freiwilliger Basis und beteiligt sich als ein fester Bestandteil der starken, solidarischen Zivilgesellschaft in Berlin aktiv an der Zählung.
Ayşe Demir
Vorstandssprecherin
Türkischer Bund in Berlin Brandenburg (TBB)