Grußwort der Senatorin

Senatorin Breitenbach
Bild: Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales

Am 29. Januar 2020 findet in Berlin eine Premiere statt. Erstmals in Deutschland werden in dieser Nacht all die obdachlosen Menschen gezählt und befragt, die nachts auf der Straße schlafen. Nach Paris und New York folgt nun auch Berlin als erste deutsche Stadt.

Wir erfüllen damit eine langjährige Forderung von Wohlfahrtsverbänden und Sozialarbeitern. Denn je genauer wir wissen, wie viele Menschen auf der Straße leben, welche Sprache sie sprechen und welches Geschlecht sie haben, desto besser können wir die Hilfen für sie organisieren, sei es mit Dolmetschern in der Straßensozialarbeit, mit Schlafplätzen für Frauen oder mit speziellen Beratungsangeboten.

Berlin macht jetzt den Anfang und zeigt mit den etwa 3.700 ehrenamtlichen Helfern, die in dieser Nacht unterwegs sein werden, dass wir obdachlose Menschen nicht allein lassen.

Die Zählung, die wir die Nacht der Solidarität nennen, wird mit vielen Informationen über die prekäre Situation wohnungsloser Menschen begleitet. Berlin wird auf Grundlage der Zahlen seine Hilfs- und Beratungsangebote ausweiten und spezialisieren. Denn niemand soll auf der Straße leben müssen!