Grußwort der Senatorin

Senatorin Breitenbach
Bild: Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales

Dank an alle Helferinnen und Helfer

In der Nacht vom 29. auf den 30. Januar 2020 wurden in Berlin erstmals obdachlose Menschen, die nachts auf der Straße schlafen, gezählt und befragt. Berlin folgte damit als erste deutsche Stadt dem Beispiel von Paris und New York.

Mit der Zählung haben wir eine langjährige Forderung von Wohlfahrtsverbänden, Initiativen und Sozialarbeitenden erfüllt. Denn je genauer wir wissen, wie viele Menschen wo und wie lange auf der Straße leben, welche Sprache sie sprechen und welches Geschlecht sie haben, desto besser können wir die Unterstützung für sie anpassen, sei es mit Dolmetschern in der Straßensozialarbeit, mit Schlafplätzen für Frauen und Paare oder mit speziellen Hilfe- und Beratungsangeboten.

In Anlehnung an das Pariser Vorbild haben wir die die Aktion „Nacht der Solidarität“ genannt. Um die Berlinerinnen und Berliner für das Thema zu sensibilisieren, gab es im Umfeld der Zählung zudem diverse Veranstaltungen sowie Informationen über die prekäre Situation wohnungsloser und obdachloser Menschen.

Mit Unterstützung von 2.741 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern hat Berlin in dieser Nacht gezeigt, dass wir mit obdachlosen Menschen solidarisch sind. Für das großartige Engagement der Freiwilligen bedanke ich mich aus vollem Herzen – und hoffe auch für die nächste Zählung im Frühjahr/Sommer 2021 auf die Solidarität und das Engagement der Stadtgesellschaft.

Auf Grundlage der nun vorliegenden Zahlen wird Berlin seine Hilfe- und Beratungsangebote bedarfsgerecht anpassen. Unser Ziel: Niemand soll auf der Straße leben müssen!

Elke Breitenbach
Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales